​Während Bruder Sami fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft ist, hat Rani Khedira eher schlechte Aussichten derzeit, einen Anruf von Bundestrainer Jogi Löw zu bekommen. Der tunesische Fußballverband bemühte sich deshalb schon seit Jahren darum, dass sich Khedira für die Heimat seines Vaters entscheidet. Am heutigen Mittwoch teilte er endlich offiziell seine Entscheidung mit.  

​​Auf einer am Mittwoch - eigentlich für das kommende Bundesligaspiel gegen RB Leipzig - anberaumten Pressekonferenz kündigte Khedira an, dass er dem tunesischen Fußballverband am Dienstagabend eine Absage erteilt hat. 


"Es erfüllt mich mit Stolz, dass sie an mich gedacht haben. Aber ich bin in Deutschland geboren und spreche nur Deutsch. Das war ausschlaggebend!", sagte der 24-jährige Mittelfeldspieler. "Die Kommunikation auf dem Platz ist für mich wichtig - da ich nur Deutsch spreche, wird das schwierig. Zudem gibt es Spieler, die seit Jahren für Tunesien die Knochen hinhalten. Ich will keinem von ihnen den Platz wegnehmen."


Jedenfalls befindet sich Rani Khedira auf einem guten Weg in seiner Karriere. Da er bei RB Leipzig kaum Einsätze erhielt, schloß sich der gebürtige Stuttgarter dem FC Augsburg an. Unter Cheftrainer Manuel Baum mauserte er sich daraufhin zum Stammspieler, obwohl im breiten Kader der 'Fuggerstädter' großer Konkurrenzkampf herrscht.


Wird Khedira also nach dieser Entscheidung zumindest einmal für die DFB-Elf auflaufen können? Auf seiner Position ist die Auswahl schlicht viel zu qualitativ, um sich irgendwelche Hoffnungen machen zu können. Mit Tunesien hätte er die Chance gehabt, an der WM 2018 in Russland teilzunehmen