​Karim Bellarabi war eine der Hauptfiguren bei Leverkusens Aufholjagd gegen Werder Bremen. Der Deutsch-Marokkaner kam in der 108. Minute ins Spiel und schoss die Werkself nur drei Minuten später in Front. Die endgültige Entscheidung durch Kai Havertz bereitete der 27-Jährige dann ebenfalls vor und sammelte damit in knapp zehn Minuten zwei Scorerpunkte.


Das Bemerkenswerte daran: In der gesamten bisherigen Saison waren Bellarabi erst zwei Scorerpunkte gelungen: Beim 4:4 in Hannover hatte er eine Vorlage beigesteuert, seinen letzten Treffer konnten die Fans am zweiten Spieltag gegen Hoffenheim feiern. Die persönliche Bilanz des Flügelstürmers und seine Formkurve stehen also in einem krassen Gegensatz zur Entwicklung des Teams unter Heiko Herrlich.


Während Kevin Volland, ​Julian Brandt und allen voran Senkrechtstarter Leon Bailey für Tore und Schlagzeilen sorgen, pendelte Bellarabi zuletzt zwischen Bank und Startelf hin und her. Gegen Hoffenheim und Mainz kam er überhaupt nicht zum Einsatz, in Freiburg agierte er wie über die gesamte Saison hinweg zwar sehr engagiert, aber letztlich glücklos. 


Umso wichtiger war es für den früheren Nationalspieler nun, dass er endlich wieder ein Erfolgserlebnis hatte - ein Erfolgserlebnis, für das er hart gearbeitet hat und das er sich mit seiner vorbildlichen Einstellung auch verdient hat. Die Partie gegen Werder könnte nun also so etwas wie eine Initialzündung für den Rest der Spielzeit sein. In Leverkusen würde man sich freuen, denn ein Karim Bellarabi in Topform würde die Chancen auf die Champions-League-Qualifikation definitiv erhöhen.