​Bayer Leverkusen staunte beim gestrigen Pokalfight nicht schlecht, als man vor eigenem Publikum von Werder Bremen in der ersten Halbzeit komplett überrollt wurde. So recht wusste niemand, wie man es schaffte, nur mit einem 1:2-Rückstand in die Kabine zu gehen. Bester Mann auf dem Platz war der Bremer Florian Kainz, der nicht nur die gegnerische Anhängerschaft überraschte.


Bereits in der 39. Minute hätte Florian Kainz seinen Gala-Auftritt krönen können. Beim Stande von 2:1 fasste sich der Österreicher ein Herz und zog einfach mal ab. Doch mit einer Glanzparade konnte Bernd Leno gerade noch so verhindern, dass das Leder in den Winkel einschlug. "Bernd Leno pariert bei dem Schuss von Florian Kainz überragend, den kann man eigentlich gar nicht halten", resümierte Werder-Coach Florian Kohfeldt die Szene.


Dass die Bremer am Ende gar 2:4 verloren, ist aufgrund der starken ersten Hälfte kaum zu erklären. Trotz eines Tores und einer Vorlage von Max Kruse war es Florian Kainz, der bei den Werderanern herausstach. Der Allrounder war an nahezu jeder Offensivaktion der Gäste beteiligt. Und nicht nur das - Kainz half auch defensiv mit und griff das ein oder andere Mal beherzt ein. Dass er mitunter auch dann mal mit einem Gegenspieler wie Lars Bender aneinander geriet, liegt natürlich in der Natur der Sache.

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Kurz vor Ende der regulären Spielzeit ging Kainz schließlich vom Feld. Man merkte ihm den 90-minütigen Kampf an. In der Verlängerung fehlte schließlich der Spielwitz, der Einsatz und der Ideenreichtum des 25-Jährigen. Nur die Bayer-Offensive schien noch auf dem Feld. Florian Kainz jedoch setzte mit seiner Performance ein Ausrufezeichen. Sollte er diese Leistung wiederholt abrufen können, dürfte er bald auf dem Zettel der hiesigen Top-Klubs stehen.