Nach einem wahren Pokalfight zog Bayer 04 Leverkusen am Dienstagabend in das Halbfinale des DFB-Pokals ein. Vor heimischem Publikum setzte sich die 'Werkself' gegen den SV Werder Bremen ​in der Verlängerung mit 4:2 durch. Einziger Wermutstropfen aus Sicht der Rheinländer war die Verletzung von Lars Bender. Dem Kapitän droht womöglich eine längere Zwangspause. 


Knapp 80 Minuten waren gespielt, als Bender am Boden sitzend signalisierte, dass es bei ihm nicht mehr weiter geht. Der 28-Jährige hatte zuvor einen Stich in der Leistengegend gespürt. Nach einer kurzen Behandlung musste der Defensivspieler ausgewechselt werden. Benjamin Henrichs kam für den 19-fachen Nationalspieler in die Partie.


"Bei Lars ist nach erstem Ermessen davon auszugehen, dass er vor seiner Auswechslung eine Muskelverletzung in der Leistengegend erlitten hat", gab Cheftrainer Heiko Herrlich nach dem Abpfiff zu Protokoll. "Eine genauere Diagnose steht noch aus."

​​Der Bayer-Coach muss möglicherweise für einen längeren Zeitraum auf seinen Kapitän verzichten. In der laufenden Saison hatte Bender immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen und verpasste insgesamt sechs Partien. 


In 17 Pflichtspielen steuerte das Eigengewächs des TSV 1860 München zwei Treffer und sechs Torvorlagen bei. Mitte Januar gab Bayer 04 Leverkusen bekannt, dass der 28-Jährige ​seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis 2021 verlängert hat.