Der FC Schalke 04 kann aufgrund seiner Rechtsform des eingetragenen Vereins, nicht wie viele andere Bundesligavereine Klubanteile verkaufen. Trotz dieser Gegebenheit sieht Sportchef Christian Heidel die Knappen nicht im Nachteil gegenüber der Konkurrenz.


Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte vor Kurzem angekündigt, ​die 50+1-Regel überdenken zu wollen. Auf den deutschen Fußball hätte eine Änderung oder gar Kippen der Regel enormen Einfluss. So zum Beispiel auch auf den FC Schalke 04, der als eingetragener Verein im Register geführt wird.


„Das Fußballgeschäft hat sich rasant entwickelt und wird es weiter tun, das macht es für Schalke 04 mit seinem Anspruch auf sportlichen Erfolg immer herausfordernder“, sagt Sportchef Christian Heidel in der Sport Bild. Man müsse darauf achten, dass andere Klubs nicht an den Knappen vorbeiziehen. Im Zuge der wirtschaftlichen Möglichkeiten, die in die Mannschaft investiert werden können, müsse Schalke zu den Top-5 des deutschen Fußballs gehören.

FC Schalke 04 v FC Krasnodar - UEFA Europa League

Christian Heidel glaubt an das Schalker Potenzial



Heidel: „Wir wissen noch nicht, was es konkret bedeuten würde, wenn die 50+1-Regel mal fällt. Es wären dann viele Szenarien denkbar, auf die man sich einstellen müsste. Grundsätzlich hat Schalke aber eine unglaubliche Power.“ Mit einer Ablöse, die sich noch auf bis zu 30 Millionen Euro erhöhen kann, ​ist Breel Embolo der bisher teuerste Transfer der Schalker Vereinsgeschichte. Heidel hatte bereits angekündigt, dass Transfers solcher Art künftig unumgänglich seien.


Die Knappen seien ein Verein, der im Zuge der Wirtschaftlichkeit noch die größten Möglichkeiten habe, fügt der Manager an. Dem Klub würden sämtliche Vermarktungs- und Cateringrechte gehören, zudem besitze man ein eigenes Stadion sowie das Vereinsgelände. Trotz alledem drücken das Schalker Konto stolze 130 Millionen Euro Verbindlichkeiten.


Innovative Wege in neue Geschäftsfelder


Im Gegensatz zu fast allen anderen Klubs sei S04 aber „der Herr über alle seine Rechte“. „Das unterscheidet uns von vielen Klubs, die vordergründig schuldenfrei sind. Zudem gehen wir mutige und innovative Wege in neue Geschäftsfelder für eine profitable Zukunft – Beispiel eSports“, so Heidel. Andere Vereine seien an der Börse oder haben bereits strategische Partner oder Investoren im Boot. Schalke habe laut Heidel „Ressourcen wie kein anderer Bundesliga-Verein“.