In den letzten Spielen unter Ex-Trainer Markus Gisdol wurde Christian Mathenia noch mal auf die Ersatzbank verbannt. Unter dessen Nachfolger Bernd Hollerbach ist er wieder als Stammkeeper gesetzt. In einem Interview spricht der ehemalige Darmstädter über das Hin und Her der vergangenen Wochen.


Christian Mathenia war in der Hinrunde als Keeper Nummer eins des Hamburger SV gesetzt. Im ersten Spiel nach der Winterpause in Augsburg (0:1) stand jedoch Julian Pollersbeck zwischen den Pfosten. Auch in der letzten Partie von Markus Gisdol als HSV-Trainer gegen Köln (0:2) fiel dessen Wahl auf Pollersbeck.


Inzwischen hält Bernd Hollerbach jedoch das Hamburger Steuerrad in den Händen. ​Der ehemalige Profi des HSV ​vertraut wieder auf Mathenia. „Ich saß zwei Spiele auf der Bank, das war nicht einfach“, meint dieser von der Sport Bild angesprochen auf seine jüngste Rolle als Reservekeeper. „Aber ich habe mir nichts anmerken lassen, habe stattdessen eine Trotzreaktion gezeigt und noch engagierter trainiert.“

Hamburger SV v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Christian Mathenia (l.) soll eine Vorbildfunktion beim HSV übernehmen


Am Morgen vor dem Leipzig-Spiel habe ihn Hollerbach schließlich wieder zur Nummer eins erkoren. „Wir sind spazieren gegangen, etwa 15 Minuten lang. Da sagte er mir, dass er auf mich setzt und ich mit vorangehen sowie Vorbild für die Mitspieler sein soll“, erzählt Mathenia, der 2016 für knapp eine Million Euro Ablöse von Absteiger Darmstadt unter Vertrag genommen wurde.


Hollerbach habe ihm die Aufgabe übertragen, innerhalb der Mannschaft dafür zu Sorgen, einen kühlen Kopf zu bewahren, erzählt der Goalie. „Wir spüren die Unruhe, auch unter den Fans. Aber ich bin felsenfest überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“ Der HSV spielt mal wieder eine katastrophale Saison und hat trotz alledem nur drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.