Seit gut sechs Jahren ist Toni Schumacher Vizepräsident des 1. FC Köln. In seiner Amtszeit hat der Manager bereits viel mit dem Effzeh erlebt. Verwundert hat ihn offenbar aber am meisten der schnelle Wechsel von Peter Stöger zu Borussia Dortmund.


Nach viereinhalb Jahren ging die Ehe zwischen dem 1. FC Köln und Peter Stöger im vergangenen Dezember in die Brüche. Eine Woche nach seiner Entlassung in der Domstadt ​unterzeichnete der Österreicher einen Vertrag als neuer Trainer von Ligakonkurrent Borussia Dortmund – vorerst bis zum Saisonende ausgelegt. Im Kölner Präsidium stößt dies auf Verwunderung.


Von der Sport Bild auf Stögers Amtsantritt in Dortmund angesprochen, entgegnet Vizepräsident Toni Schumacher: „Es war überraschend. Ich bin schon lange im Fußballgeschäft und habe oft gehört, dass Trainer, die eine lange und prägende Zeit mitgemacht haben, danach leer sind und erst wieder auftanken müssen, um kreativ zu sein und Input in die nächste Mannschaft geben zu können.“

1. FC Koeln v Borussia Dortmund - Bundesliga

Peter Stöger übernahm eine Woche nach seinem FC-Aus den BVB


Man könne aber niemanden in den Kopf gucken, fügt Schumacher an. Vielleicht habe Stöger Dortmund auch schon länger im Kopf gehabt und wollte deshalb vor dem Schalke-Spiel Klarheit, orakelt der Präsident. Der Manager ist überdies fest vom Klassenerhalt überzeugt. „Wir tun alles dafür, dass wir den Unfall der Hinrunde noch in dieser Saison korrigieren“, sagt der 63-Jährige.


Nach 21 Spieltagen belegen die Geißböcke nach wie vor den letzten Tabellenplatz der Bundesliga. Bei noch 13 verbleibenden Spielen haben die Kölner aktuell sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatzinhaber Mainz. Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert der Effzeh beim Sechsten Frankfurt.