In den vergangenen Jahren musste Borussia Dortmund seine Starspieler und Aushängeschilder reihenweise ziehen lassen. Wirklich kompensieren konnte der Bundesligist die Abgänge nicht. TV-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus geht mit den Verantwortlichen hart ins Gericht.


Obwohl die finanzielle Entschädigung für Pierre-Emerick Aubameyang mit 63,75 Millionen Euro enorm ist, wiegt der Abgang des extrovertierte Angreifer aus sportlicher Sicht schwer. Schon in den vergangenen Jahren mussten die Dortmunder Stars wie Mats Hummels, Ousmane Dembélé, Henrikh Mkhitaryan oder auch Ilkay Gündogan ziehen lassen.


Auffangen konnte der BVB den Verlust seiner Starspieler bisher nicht wirklich, ​so das Credo von TV-Experte Lothar Matthäus. „Ein Yarmolenko ist bisher überhaupt kein Dembélé-Ersatz. Ex-Spieler wie Kagawa, Götze oder Sahin zurückzuholen ist offensichtlich auch nicht die beste Lösung“, sagt der Rekordnationalspieler gegenüber der Sport Bild.

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Wechselte für 63,75 Mio. Euro nach London: Pierre-Emerick Aubameyang



Über die 30 Millionen Euro Ablöse, die Dortmund für André Schürrle nach Wolfsburg überwies, sagt Matthäus: „Hier wurde, um es hart zu sagen, Geld verbrannt.“ Der BVB müsse Spieler mit Charakter und höchster Qualität verpflichten - in Dortmund passe aktuell nichts zusammen, meint Matthäus.


Nach dem Zwischentief unter Ex-Trainer Peter Bosz rappelte sich der BVB unter der Leitung des neuen Trainers Peter Stöger wieder etwas auf. Trotz alledem hinkt der Pokalsieger seinen Ansprüchen weit hinterher. Der Rückstand auf die Bayern beträgt nach 21 Spieltagen bereits 19 Punkte. Die Ansprüche an der Strobelallee sind andere.


Batshuayi - der neue Funken Hoffnung


Einziger Hoffnungsschimmer ist derweil Michy Batshuayi. Der Stürmer ist bis Saisonende vom FC Chelsea ausgeliehen und soll den Abgang von Aubameyang auffangen. Dass er das Zeug dazu hat, stellte Batshuayi bereits unter Beweis: In seinem ersten Spiel traf er beim 3:2 gegen Köln gleich doppelt. Der 24-Jährige ist vorerst ohne Kaufoption ausgeliehen. Und nicht nur hier müssen Hans-Joachim Watzke & Co. den Stift im Sommer ansetzen.