Am Ende kam schließlich doch zusammen, was zusammen gehört: Nach wochenlangem Tauziehen fand Reece Oxford im Januar wieder den Weg zu Borussia Mönchengladbach. Einfach war das Werben um den jungen Innenverteidiger aber nicht. Unter anderem, weil sich West Ham United nicht an eine Vereinbarung gehalten hatte.


Kurz vor Jahreswechsel war die Überraschung groß, als der Premier-League-Klub Reece Oxford wieder zurück auf die Insel beorderte. Die Hammers machten von einer Klausel Gebrauch, die eine sofortige Rückholaktion des Verteidigers ermöglichte. Die Erleichterung, ​zumindest im kommenden halben Jahr wieder am Niederrhein zu spielen, war Oxford nach seiner Rückkehr anzusehen.


„Ich war sehr ungeduldig. Ich wollte unbedingt zu Borussia zurückkommen. Jetzt bin ich wieder da, und es fühlt sich richtig gut an“, sagte Oxford. In West Ham hätte der 19-Jährige so oder so keine Rolle gespielt, in Gladbach könnte er in der Rückrunde noch zum wichtigen Element in der Defensive werden. Das Winter-Tauziehen kostete den niederrheinischen Verantwortlichen einige Nerven.

Borussia Moenchengladbach v FC Schalke 04 - Bundesliga

Guckuck: Reece Oxford spielt das kommende Halbjahr in Gladbach



Sportdirektor Max Eberl sagt in der Mittwochsausgabe der Sport Bild: „Wir hätten Reece am liebsten schon am 3. Januar wieder zurückgeholt, aber da hat West Ham leider nicht mitgespielt.“ Zudem hielten sich die Hammers nicht an getroffene Vereinbarungen. „Erst sollte er nach der Partie im FA-Cup (27. Januar; Anm. d. Red.) zurückkommen, dann doch noch in der Liga spielen“, sagt Eberl. In der Vitusstadt musste man zähneknirschend die Füße stillhalten.


„Aber das war das Recht der Verantwortlichen von West Ham, Reece war noch ihr Spieler. Wir mussten alle Entscheidungen akzeptieren“, so Eberl weiter. Aufgrund der Verletzungsprobleme in West Ham wurde Oxford gegen Crystal Palace sogar eingewechselt. Gegen Leipzig (0:1) am vergangenen Wochenende saß der Engländer noch auf der Bank. Das könnte sich in Stuttgart (Sonntag, 15.30 Uhr) bereits ändern.