​Zum 60. Jahrestag des Flugzeugunglücks von München, bei dem acht Spieler von Manchester United ums Leben kamen, gedachte Vereins-Legende Sir Alex Ferguson den Opfern. Der langjährige Coach wird bei den Gedenkfeierlichkeiten eine Rede halten.


Es war der 6. Februar 1958. Nach einem Auswärtsspiel in Belgrad befand sich die Mannschaft von Manchester United auf dem Heimflug auf die Insel. Als sich das Flugzeug nach einer Zwischenlandung in München nun endgültig Richtung Heimat aufmachen wollte passierte das Unglück. Die Maschine stürzte ab. 23 Menschen verloren ihr Leben, darunter acht Spieler der legendären "Busby Babes" - benannt nach Coach Sir Matt Busby.



Sir Alex Ferguson, der 27 Jahre lang Trainer von Manchester United war und auf der Trauerfeier eine Rede halten wird, erinnerte sich in einem Gespräch mit United Review: "Am Tag des Münchner Flugzeugunglücks war ich in der Bibliothek und studierte für meine Prüfungen", erzählte Sir Alex. "Ich trainierte zwei oder drei Nächte pro Woche mit Queen's Park, also ging ich, nachdem ich meine Arbeit beendet hatte auf den Trainingsplatz, aber als ich ankam, weinten die Leute. Dies waren erwachsene Männer. Es gab viel Kummer in der Umkleidekabine, so sehr, dass sie das Training an diesem Abend absagten. Es war eine sehr emotionale Zeit für jeden Fußballfan. Ich bin sicher, die ganze Öffentlichkeit in Manchester fühlte sich so, und Matt Busby hatte eine große Resonanz für die Menschen in Schottland, so dass es auch dort oben spürbar war."


Damals hatte der heute 76-Jährige noch keine Ahnung, dass er später einmal selber die Geschicke des Vereins entscheidend beeinflussen sollte: "Die Babes sind es, die diesem Klub eine fantastische Romanze geben, in Bezug darauf, wie sie das Spiel gespielt haben und wie sie diesen jugendlichen Faden im gesamten Klub erzeugt haben. Der Geist des Klubs wird von all diesen jungen Spielern geschaffen, und das begann zu dieser Zeit", so Ferguson weiter. "Während ich Manager von Manchester United war, waren die Babes immer ein Bezugspunkt für uns in Bezug auf Glauben und Vertrauen in das, was junge Spieler tun können, und den Aufbau einer Loyalitätsbasis."