​Hat das Unentschieden des Hamburger SV gegen Hannover 96 doch noch einen Gewinner hervorgebracht? Sejad Salihovic bekam nach seinem Kurzeinsatz gegen den Aufsteiger ein Sonderlob von Sportchef Jens Todt.


"Die Einwechslung von Sead war ein kluger Schachzug vom Trainer. Er hat genau das ins Spiel gebracht, was uns vorher ein wenig gefehlt hatte.“ Mit diesen Worten zitiert die Mopo den 48-Jährigen, der seine Fußballschuhe früher unter anderem für den Nordrivalen Werder schnürte.

Damit meint Todt nicht nur den Freistoß des Routiniers, der zum späten Ausgleich durch Kostic führte, sondern auch seine Ruhe am Ball und den präzisen Spielaufbau. 



Das ist zugebenermaßen nicht viel, reicht aber dieser Tage, um beim HSV zum Hoffnungsträger zu werden. Der Punkt gegen Hannover vermag nicht über eine erneut erschreckende Darbietung des Bundesligadinos hinwegzutäuschen. Hätte Keeper Mathenia, den Bernd Hollerbach wieder zur Nummer 1 machte, nicht einen Sahnetag erwischt, hätten die Hamburger zu diesem Zeitpunkt statt dem 1:1 vielleicht das 1:3 schießen können. Auf den neuen Coach kommt also noch sehr viel Arbeit zu.


Leichter wird das Programm der Hanseaten jedoch nicht: Am Samstag geht es nach Dortmund, eine Woche später kommt Leverkusen ins Volksparkstadion. Allzu hohe Siege sollte man als HSV-Anhänger eher nicht erwarten, zudem Abwehrchef Papadopoulos beim BVB gesperrt fehlt. Aber wer weiß, vielleicht gewinnt sein Vertreter - entweder ​Mergim Mavraj oder Albin Ekdal - ja drei Zweikämpfe und wird selbst zum neuen Hoffnungsträger.