​Borussia Dortmund mistete seinen Kader in der Winterpause mal so richtig aus und gab verdiente Spieler wie Pierre-Emerick Aubameyang, Neven Subotic und Marc Bartra ab. Bereits im Sommer verließ Sven Bender den Verein völlig überraschend in Richtung Bayer Leverkusen. Ein Abgang, der BVB-Boss Hans-Joachim Watzke noch heute schmerzt.


"Er ist ein Kämpfer vor dem Herrn, hatte bei uns nicht mehr die Einsätze wie einst unter Jürgen Klopp, auch wegen Verletzungen, aber eben nicht nur deswegen. Er hatte mehrfach um seine Freigabe gebeten, wir haben mehrfach vergeblich versucht, ihn umzustimmen", erklärte der 58-Jährige den Wechsel Sven Benders zu Bayer Leverkusen in einem Interview mit der FAZ. "Bei keinem Spieler außer Mats Hummels ist es mir so schwer gefallen, ihn ziehen zu lassen."

Im letzten Sommer wechselte Sven Bender aus heiterem Himmel zum Ligakonkurrenten aus Leverkusen, um gemeinsam mit seinem Bruder Lars zu kicken und eine neue Herausforderung wahrzunehmen. 


Beim BVB hinterließ er neben einer sportlichen auch eine emotionale Lücke: "Sven ist ein großartiger Junge. Er steht genau dafür, was wir in der neuen Saison wieder mehr in die BVB-Mannschaft implementieren müssen", so Watzke weiter. "Wir benötigen zwingend noch zwei, drei Spieler, die extreme Siegermentalität ausstrahlen, die gierig sind und auch mal böse werden können. Reibung sorgt für Dynamik. Wir müssen da wieder eine optimalere Mischung zwischen technisch hochwertigem Fußball und Siegermentalität hinbekommen."