​Es war zu erwarten, nun wurde es von der UEFA offiziell bestätigt: beim wichtigen Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale wird Daniel Carvajal den Madrilenen nicht zur Verfügung stehen. ​Die Kommission der UEFA hatte heute getagt, um über eine etwaige Reduzierung der Strafe zu entscheiden. Die spanische Zeitung Marca berichtet.


Bitter für Real Madrid: Beim 'Projekt Titelverteidigung' wird ein Leistungsträger des amtierenden Champions-League-Siegers vorerst nicht zur Verfügung stehen: im wichtigen Hinspiel des Achtelfinals gegen Paris Saint-Germain am 14. Februar wird Zinédine Zidane nicht auf Daniel Carvajal zählen können.


Der Rechtsverteidiger hatte im Gruppenspiel der Königsklasse gegen APOEL Nikosia eine Gelbe Karte provoziert, um für das letzte bedeutungslose Gruppenspiel gegen Borussia Dortmund gesperrt zu sein, statt eine Sperre in der KO-Phase zu riskieren. Die UEFA allerdings erkannte dies als eine unsportliche Aktion des 26-Jährigen an und verhängte eine Zwei-Spiele-Sperre. Heute waren die Verantwortlichen zusammen gekommen, um darüber zu entscheiden, ob man der eingelegten Beschwerde von Real nachkommen solle, oder nicht.

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Auf ihn wird Daniel Carvajal frühestens im Rückspiel treffen: PSG-Star Neymar.



Letztlich bleibt alles beim Alten: Carvajal wird gegen PSG fehlen, womit Zidane auf Nacho Fernández auf der rechten Seite und Ramos und Varane in der Innenverteidigung setzen wird. Der junge Achraf Hakimi hingegen wird nach zuletzt schwachen Leistungen gegen die Millionen-Offensive der Pariser wohl nicht eingesetzt werden.


Eine Kehrtwende des Weltverbandes wäre dabei auch eine Überraschung gewesen: als José Mourinho bei einem 4:0-Sieg der 'Königlichen' über Ajax Amsterdam die Spieler Alonso und Ramos dazu auffordern ließ, eine Karte zu provozieren, wurden alle Akteure nach der entsprechenden Ausführung, inklusive 'Botschafter' Iker Casillas, von der UEFA unwiderruflich sanktioniert.