​Marco Richter sorgte mit seinem ersten Bundesligator für den Schlusspunkt beim 3:0-Erfolg des FC Augsburg über Eintracht Frankfurt. Das Talent nutzte seine Chance beim Mini-Einsatz am Wochenende, auch weil Trainer Manuel Baum an seinen Sprössling glaubte.


"Ich habe mehr oder weniger mit dem Fehlpass gerechnet, bin dazwischengefunkt, habe das Eins-gegen-Eins gesucht und abgeschlossen. Dass ich den Ball dann so mit links treffe, dass der reingeht, ist natürlich Weltklasse", beschrieb der 20-Jährige seinen ersten Bundesligatreffer. Zuvor durfte Richter bisher erst drei Minuten für das Profiteam der Augsburger ran. Am 8. Spieltag wurde das Eigengewächs kurz vor Schluss eingewechselt: "Nach dem Spiel in Hoffenheim hatte ich schon gehofft, dass ich mehr Einsatzzeiten bekomme. Da muss ich ehrlich sein. Umso glücklicher bin ich aber jetzt, dass ich eingewechselt werde und mich mit einem Tor belohne."

Laut einem Bericht der Augsburger Allgemeinen war Richter im Winter drauf und dran den Verein zu verlassen. Doch FCA-Coach Manuel Baum verhinderte einen Abgang, da er von den Qualitäten des Juwels überzeugt ist. "Ich mache jetzt einfach so weiter, gebe im Training Gas und beweise dem Trainer, dass ich das kann", versprach Richter im Anschluss an die Partie.


Bisher war der Offensivakteur wohl nur dem harten Kern der Anhängerschaft ein Begriff, kam er doch zumeist nur im Regionalliga-Team zum Einsatz. Nach der Verletzung von Alfred Finnbogason und der Formkrise von Sergio Cordova könnte aber in Zukunft noch des Öfteren mit Marco Richter zu rechnen sein: "Ich bin überglücklich, dass mir der Trainer das Vertrauen gegeben hat, und ich hoffe, dass ich es gut zurückgezahlt habe. Mein erstes Bundesliga-Tor war am Ende wirklich das Sahnehäubchen."