​Im Januar hat man sich beim VfB Stuttgart dazu entschieden, die beiden unerfahrenen Spieler Aiton und Anto Grgic an kleinere Klubs auszuleihen, um ihnen dort mehr Spielpraxis zu ermöglichen. Beiden Profis scheint die Luftveränderung gut zu tun. Bei einem der beiden könnte auch der VfB davon langfristig profitieren.


Ailton wechselte im Sommer 2017 vom portugiesischen Erstligist Estoril Praia an den Neckar. Der Brasliianer war als Back-up für Linksverteidiger Emilano Insua vorgesehen. Spätestens nach der schweren Knieverlezung des Argentiniers, machte sich der 22-Jährige ernsthafte Hoffnungen auf einen Stammplatz bei den Schwaben. Sportvorstand Michael Reschke hatte aber andere Pläne und holte mit Dennis Aogo einen erfahrenen Spieler, der sich sofort durchsetzen konnte.


So brachte es Ailton am Ende in der Hinrunde lediglich auf fünf kurze Einsätze für den VfB. Spieler und Verein waren mit der Situation unzufrieden. Beiden Parteien war klar, dass ein junger Spieler unbedingt Spielpraxis benötigt um sich weiterzuentwickeln und so entschied man sich im Januar den dynamischen Außenverteidiger ​bis zum ​Saisonende wieder an seinen Ex-Klub auszuleihen. 

In der portugiesischen Liga blüht der Defensivspieler derzeit wieder richtig auf und spielte bei dem abstiegsbedrohten Klub in den letzten beiden Partien durch. Sowohl Emiliano Insua, als auch Dennis Aogo wussten beim VfB zuletzt nicht so recht zu überzeugen. Wenn Ailton in einen guten Rhythmus kommt und weiter eifrig Selbstvertrauen tankt, könnte er in der der nächsten Saison den beiden Routiniers einen ordentlichen Kampf bieten.


Auch Anto Grgic spielte beim VfB unter Hannes Wolf in der Hinrunde keine Rolle mehr und brachte es wettbewerbsübergreifend auf kümmerliche 20 Einsatzminuten. In der Aufstiegssaison hatte der Schweizer noch regelmäßig gespielt und wollte auch in der Bundesliga voll durchstarten. Die Schwaben verstärkten sich jedoch auf seiner Position im defensiven Mittelfeld jedoch gleich mehrfach und der 21-Jährige konnte sich im engen Konkurrenzkampf, auch aufgrund einer hartnäckigen Knöchelverletzung zu Saisonbeginn, nicht durchsetzen.

Im Januar wurde der Youngster folgerichtig an den FC Sion ausgeliehen. Der Vertrag bei dem Klub in seiner Heimat gilt bis zum Sommer 2019. ​Zudem haben sich Schweizer eine Kaufoption gesichertBeim Spiel gegen Grashoppers Zürich durfte Grgic erst kürzlich von Beginn an ran. Überzeugt Grgic bei seinem neuen Verein auch weiterhin, wird er also aller Voraussicht nach fest dorthin wechseln. Packt er es auch in der Schweizer Liga nicht, werden sich die Stuttgarter voraussichtlich nach einem neuen Abnehmer umschauen. Eine Rückkehr zurück zum VfB erscheint aktuell ziemlich unwahrscheinlich.