Bayer Leverkusen gegen Werder Bremen. Ein Pokal-Duell mit großer Tradition in der jüngeren Vergangenheit - und guten Erinnerungen bei den Bremern. Vor zwei Jahren konnte sich Werder ebenfalls im Viertelfinale durchsetzen, 2009 schlug man die Werkself im Finale. Es war der letzte große Titel für Werder. Mit dabei damals: Mesut Özil.


Sechsmal holte Werder Bremen bislang den DFB-Pokal-Titel. Damit sind die Hanseaten hinter dem FC Bayern (18 Titel) zweiter in der Rekordsieger-Liste​. Zum letzten Mal stemmte Werder vor gut neun Jahren den goldenen Pokal in den Himmel. Im Mai 2009 ​​gewann Bremen das Finale gegen den heutigen Viertelfinal-Gegner Bayer Leverkusen mit 1:0.


Die Protagonisten auf Seiten der Bremer hießen damals noch Mesut Özil und Diego. Der Weltmeister sprach vor dem erneuten Duell mit der Werkself über seinen Siegtreffer, seine Zeit in Bremen und den ersten Titel seiner Profi-Karriere. 

Bayer Leverkusen v Werder Bremen - DFB Cup Final

Özil jubelt nach seinem 1:0-Treffer im Finale von 2009 gegen Leverkusen. Im Hintergrund (r.) freut sich Vorbereiter Diego mit



"Das ist so ein Spiel, das ich wahrscheinlich nie vergessen werde", erinnerte sich der 29-jährige Arsenal-Spielmacher gegenüber DFB.de. "Ich habe durch diesen Treffer meinen ersten Titel geholt und den DFB-Pokal auch kein zweites Mal mehr gewonnen", so Özil weiter. Mit seinen 20 Jahren spielte Özil damals in einer Werder-Mannschaft, an die sich die Fans noch allzu gerne erinnern. "Ich konnte mir von Spielern wie Diego, Claudio Pizarro oder auch von Frank Baumann oder Torsten Frings so viel abschauen und bin heute einfach nur stolz, mit diesen Kickern damals den Pokal geholt zu haben", blickte Özil zurück.

Ein Jahr später zog Bremen mit Özil erneut ins Finale ein. Als Diego-Nachfolger agierte der 29-Jährige zentral hinter den Spitzen, die deutliche 0:4-Niederlage gegen die Bayern konnte er aber nicht verhindern. "An dieses Spiel erinnere ich mich nicht ganz so gerne. Aber das ist es, was den DFB-Pokal ausmacht. Er lebt einfach von Emotionen. 2009 waren wir noch obenauf und ein Jahr später dann das negative Erlebnis. Aber damit muss man eben umzugehen lernen", befand er.


Es war sein letztes großes Spiel im Werder-Trikot. Nach der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ging es für Özil weiter zu Real Madrid und später ​nach London zum FC Arsenal. Dort versuche er weiterhin die Spiele seiner Ex-Teams zu verfolgen - wenn es die Zeit zulässt. "Bekannterweise haben wir aber in England auch nicht gerade wenige Spiele", so Özil mit einem Schmunzeln. Über die Ergebnisse informiere er sich aber immer, versicherte er.


Am Dienstagabend dürfte er die Zeit finden, Werder die Daumen zu drücken. Das nächste Spiel mit den 'Gunners' steht erst am kommenden Samstag bei den Tottenham Hotspur an.