​Beim 1:1-Unentschieden des VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg, überraschte der neue VfB-Trainer Tayfun Korkut mit ​Erik Thommy in der Startelf. Der Neuzugang vom FC Augsburg wusste jedoch zu überzeugen und könnte auch in Zukunft erste Wahl bleiben.


Nach zehn Einsätzen für seinen Ex-Klub FC Augsburg absolvierte der Youngster erst sein elftes Bundesligaspiel. Der Deutsche wirkte jedoch nicht sonderlich nervös, vielmehr war er in einer eher schwachen ersten Halbzeit der Schwaben einer der wenigen Aktivposten. Der 23-Jährige lief im linken Mittelfeld auf, rückte aber immer wieder in die Mitte, um dem Spiel der Stuttgarter eine asymmetrische Komponente zu geben. Linksverteidiger Emiliano Insua rückte dafür immer wieder in die von Thommy geschaffenen Freiräume vor.


Dabei funktionierte das Zusammenspiel mit dem Argentinier bereits um einiges besser als bei dem Duo auf der rechten Seite. Dort hatten Andreas Beck und Anastasios Donis kaum Einfluss auf das Spiel. Der gebürtige Ulmer hingegen traute sich einiges zu und suchte viele Eins-gegen-Eins-Situationen. Zwar waren dabei nicht viele Duelle von Erfolg gekrönt, dennoch brachte er durch seine mutige Spielweise eine überraschende Komponente in das Spiel des Aufsteigers.

Die Zahlen aus dem Spiel gegen die Niedersachsen bestätigen den positiven Gesamteindruck. 89 Prozent der Zuspiele des Neuzugangs landeten bei einem seiner Mitspieler und mit fünf Torschussvorlagen war er an der Enstehung der meisten gefährlichen Aktionen der Männer mit dem roten Brustring direkt beteiligt.


Eine weitere Qualität des Neuzugangs könnte auch in der Zukunft für die abstiegsbedrohten Stuttgarter enorm wichtig werden. Der Mittelfelspieler hat eine große Qualität bei ruhenden Bällen. Durch seine präzisen Eckbälle und Freistöße kann er Mario Gomez im Sechzehner an den Ball bringen und dass der Torjäger dann noch immer weiß wo das Tor steht, hat er am Wochenende durch seinen Treffer zum 1:1 unter Beweis gestellt.