Wie sieht die Zukunft von Antonio Conte an der Stamford Bridge aus? Der amtierende Meister der Premier League strauchelt in der aktuellen Saison. Nach dem 0:3 gegen Bournemouth ​verlor man nun auch 1:4 gegen Watford. Folglich wird über den Job des Italieners spekuliert, dessen Verhältnis mit dem Vorstand ohnehin angespannt ist.


Watford v Chelsea - Premier League

Trotz bitterer Niederlagen gegen Bournemouth und Watford: Conte sorgt sich nicht um seinen Job


Laut den aktuellen Aussagen der Pressekonferenz sieht der 48-Jährige seinen Job nicht gefährdet, wie der Telegraph berichtet. "Ich bin nicht besorgt. Ich mache mir keine Sorgen um meinen Job. Ich arbeite jeden Tag und gebe 120 Prozent. Wenn das genug ist, ist es okay. Sonst kann der Klub eine andere Entscheidung treffen."


"Es ist sehr schwierig, weil ihr mich an jedem Tag und auf jeder Pressekonferenz fragt, ob ich mir Sorgen mache. Nein, ich mache mir keine Sorgen. Morgen ist ein weiterer Tag. Ich kann der Chelsea-Trainer sein oder nicht. Was ist das Problem? Meine Seele ist klar. Ich gehe ohne Probleme schlafen. Ich versuche, alles zu machen. Wenn es nicht gut ist, kann der Klub eine andere Entscheidung treffen. Das Leben geht weiter", so der Italiener scheinbar unbeeindruckt.


Indes glaubt der ehemalige Trainer der italienischen Nationalmannschaft nicht, dass die Spieler im Kader die Macht haben, über den alten bzw. neuen Trainer zu entscheiden. "Glaubt ihr, die Spieler haben diese Macht? Das ist falsch. Wenn das passiert, okay. Aber, ich wiederhole mich, als ich in meinem Leben Spieler war, war ich Kapitän von Juventus und ich habe nie mit meinem Verein über den Trainer gesprochen. Und wenn der Verein versucht hat, mich zu fragen, ist das nicht mein Problem."

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Mangelndes Selbstvertrauen: Conte hat den Grund für die jüngste Niederlage ausgemacht


Jedoch gab er zu, dass die Situation der Londoner (aktuell Platz 4 in der Liga) keine einfache sei. "Sicherlich ist das ein schwieriger Augenblick. Wenn wir Ausreden finden wollen, Alibis, können wir alles finden: Müdigkeit, Verletzungen. Aber das ist nicht meine Art, der Situation gegenüberzutreten, das Problem zu lösen. Die Probleme, die man hat, muss man mit Arbeit lösen. Man gewinnt nicht mit Ausreden. In meinem Leben mag ich es, ein Gewinner zu sein und ich bin ein Gewinner", so Conte selbstbewusst, der bei der Niederlage seines Teams das Selbstvertrauen vermisste.


"Von Beginn an habe ich das Selbstvertrauen, Fußball zu spielen, nicht gesehen. Normalerweise trainieren und spielen wir Fußball mit Selbstbewusstsein. Manchmal nehmen wir auch Risiken. Wir haben mit Angst begonnen. Ich denke, das ist die schlechteste Situation, die ich als Trainer sehen kann."

Mitleid mit dem Arbeitgeber: BVB-Stürmer Batshuayi bedauert die Niederlage der 'Blues'.


Auch Michy Batshuayi zeigte sich traurig über die aktuelle Form der Londoner. Ob er wieder auf Conte treffen wird, sobald bzw. falls er in die englische Hauptstadt zurückkehrt, scheint momentan fraglich.

Die Zeitung Times spekuliert damit, dass sich die Verantwortlichen des FC Chelsea bisher sträuben, Conte zu entlassen. Bei einer weiteren Niederlage am Montagabend des nächsten Spieltages im Heimspiel gegen West Bromwich Albion könnte dies dann aber unumgänglich sein.