Der ehemalige Nationaltrainer der DDR, Bernd Stange, ist seit Kurzem Auswahlcoach der syrischen Fußballnationalmannschaft. Im Zuge seines Engagements lässt er die Blicke auch in die Bundesliga schweifen – und versucht Mahmoud Dahoud von einem Engagement in dessen Heimatland zu überzeugen.


Bernd Stange beschäftigt sich im Zuge der Zusammenstellung einer neuen Mannschaft des krisengeschüttelten Staates Syrien unter anderem mit Mahmoud Dahoud von Borussia Dortmund. „Ich möchte die Jungs kennenlernen, werde also zu den 20 Klubs reisen, sie beobachten, mit ihnen sprechen. ​Auch mit Dortmunds Mahmoud Dahoud werde ich das Gespräch suchen. Er hat für die deutsche U21 gespielt, wartet nun natürlich auf den Anruf von Joachim Löw“, so Stange im kicker.


In den Playoffs zur Weltmeisterschaft in Russland war die syrische Auswahl knapp an Australien gescheitert. Da Dahoud in Amûdê‎ geboren ist und bisher lediglich für die U-Nationalmannschaften Deutschlands auflief, wäre der 22 Jahre alte Mittelfeldmann für sein Geburtsland spielberechtigt.

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Bernd Stange will Mahmoud Dahoud rekrutieren



Stange will in den kommenden Monaten die jungen Spieler in den Vordergrund stellen. Er versuche eine Art Olympia-Auswahl zu bilden, sagt der 69-Jährige. „Ein Team eben mit den vielen jungen Talenten, die Syriens Zukunft sind. Die möchte ich nach Europa holen, sie in Spielen gegen hiesige Klubs schärfen, an das Niveau heranführen.“


Ob Stange diese Auswahl am Ende tatsächlich zu den Olympischen Spielen 2020 nach Tokio begleiten wird, ist fraglich. Der erfahrene Coach hatte bereits angekündigt, im kommenden Jahr seine Laufbahn als Trainer beenden zu wollen. In der Bundesliga trainierte Stange neben Hertha BSC auch den VfB Leipzig. Darüber hinaus coachte er die Länderauswahlen des Oman, Irak, Weißrussland und Singapur.