​Eigentlich war die Sachlage klar: beim 6:0-Erfolg der Madrilenen in der Champions League ließ sich Daniel Carvajal in der 90. Minute der Partie auf ein riskantes Spiel ein: er provozierte eine gelbe Karte, um sich für das bedeutungslose letzte Gruppenspiel sperren zu lassen. Die UEFA ließ dies allerdings nicht durchgehen und sperrte den Rechtsverteidiger für das Hinspiel des Achtelfinals am 14. Februar gegen Paris Saint-Germain. Doch nun könnte die Sperre verkürzt werden.


Nach Informationen der spanischen Zeitung Marca wird die UEFA am heutigen Dienstag über das Schicksal von Daniel Carvajal entscheiden, bzw. darüber, ob der Verteidiger nun doch gegen Paris Saint-Germain antreten darf, oder gesperrt bleibt. Die Sperre würde im ersten Fall folglich um ein Spiel reduziert werden.

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Wird Carvajal wegen einer Aktion gegen APOEL vom November 2017 für das PSG-Spiel endgültig gesperrt?


Eigentlich ist es unüblich, dass das Komitee der UEFA bereits getroffene Entscheidungen zurücknimmt, zumal die Aktion bzw. die Intention von Carvajal jedem ersichtlich war. Real Madrid beharrt weiter auf der Darstellung, der 26-Jährige habe nicht mit Absicht gehandelt, womit es sich nicht um unsportliches Verhalten handle.


Für die 'Königlichen', die nach dem Pokal-Aus und den aktuellen Liga-Ergebnissen kriseln, wäre ein Achtungserfolg gegen Paris wichtig für das Selbstvertrauen. Ohne einen gelernten Rechtsverteidiger würde wohl Nacho Fernández auf die rechte Seite rücken, da der junge Achraf Hakimi dort zuletzt nicht überzeugen konnte.


Eine solche Sperre ist 'Los Blancos' übrigens nicht neu: Ersatztorwart Jerzy Dudek hatte Iker Casillas bei einem 4:0-Erfolg über Ajax Amsterdam auf Anweisung von Mourinho einmal dazu aufgefordert, Xabi Alonso und Sergio Ramos die Nachricht zu übermitteln, dass sie eine gelbe Karte provozieren sollen. Letzten Endes wurden die drei beteiligten Akteure gesperrt. Auch in dieser Hinsicht wäre ein Freispruch überraschend.