Es könnte der Befreiungsschlag für André Schürrle gewesen sein: Beim 3:2 gegen den 1. FC Köln zeigte der Außenbahnspieler seit seinem Wechsel einer seiner besten Leistungen im Trikot von Borussia Dortmund. Auch in der schwarz-gelben Führungsetage werden seines Leistungen gehuldigt – vor allem von Michael Zorc.


André Schürrle setzte am vergangenen Freitag eine Duftmarke ab. Der oftmals in der Kritik stehende Flügelspieler erzielte gegen Köln nicht nur den vielumjubelten 3:2-Siegtreffer, sondern lieferte auch sonst eine starke Leistung ab. Sportdirektor Michael Zorc zeigte sich in jedem Fall äußerst zufrieden.


„Es hat mich gefreut, wie gut er sich bewegt hat, wie laufbereit er war und wie er den Kampf angenommen hat“, so Zorc im kicker. „Das war von ihm ein klares Zeichen: Ich will es allen noch einmal zeigen.“ Schürrle solle nun versuchen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. ​Der gordische Knoten bei dem 27-Jährigen könnte endlich geplatzt sein.

Stolze 30 Millionen Euro Ablöse überwiesen die Dortmunder 2016 für Schürrle nach Wolfsburg. Immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, ließ der 57-malige deutsche A-Nationalspieler seither überzeugende Auftritte aber vermissen. Im geschlossenen Winter-Transferfenster wurde er ​lange Zeit mit einem Wechsel in Verbindung gebracht.


Seine Leistung in Köln war jedoch ein Fingerzeig in Richtung seiner Gegner. „Ich lobe mich eher selten, aber das war ein gutes Spiel von mir“, äußerte sich Schürrle nach dem Sieg über den Effzeh. Im kommenden Heimspiel gegen den HSV (Samstag, 15.30 Uhr) gilt es für den offensiven Rechtsfuß seinem starken Auftritt in Köln Nachdruck zu verleihen – die Schürrle-Kritiker Scharren bereits mit den Hufen.