LONDON, ENGLAND - APRIL 13:  Ryan Giggs, Assistant Manager of Manchester United looks on prior to the Emirates FA Cup, sixth round replay between West Ham United and Manchester United at the Boleyn Ground on April 13, 2016 in London, England.  (Photo by Ian Walton/Getty Images)

Giggs, Weah & Co.: Superstars aus kleinen Ländern, die nie einen WM-Titel gewinnen konnten

Bei der Weltmeisterschaft in Russland werden einige Stars aus den europäischen Top-Ligen nicht mit von der Partie sein. Alexis Sanchez, Arjen Robben und Gianluigi Buffon sind nur drei Top-Spieler, die mit ihrer jeweiligen Nationalmannschaft die Qualifikation zur Endrunde verpasst haben. Besonders gering fallen die Chancen auf einen WM-Gewinn bei Spielern aus, die aus kleinen Fußballnationen kommen. Die folgenden zehn Spieler sind Paradebeispiele dafür. 

10. Ole Gunnar Solskjaer

Der norwegische Angreifer fügte dem FC Bayern München die wohl schmerzhafteste Niederlage in der Vereinsgeschichte zu. Im Champions League-Finale 1999 traf der Mittelstürmer in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 und bescherte Manchester United den Titelgewinn. Der deutsche Rekordmeister hatte bis zum Ende der regulären Spielzeit mit 1:0 geführt. Bis zu seinem Karriereende im August 2007 trug der 44-Jährige elf Jahre lang das Trikot der 'Red Devils'. Bei der Weltmeisterschaft im Jahr 1998 schied Norwegen im Achtelfinale gegen Italien aus. Solskjaer, der 67 Länderspiele auf dem Konto hat, ist seit Oktober 2015 Trainer beim seinem Ex-Verein Molde FK. 

9. Tomás Rosicky

Im Januar 2001 sicherte sich Borussia Dortmund die Dienste des offensiven Mittelfeldspielers. Fünfeinhalb Jahre später folgte der Wechsel zum FC Arsenal, für den der Tscheche insgesamt zehn Spielzeiten bestritt, ehe er wieder in sein Heimatland wechselte. Im vergangenen Dezember machte der 37-Jährige endgültig Schluss. Der ehemalige Dortmunder hatte großen Anteil an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft im Jahr 2006, bei der die Tschechen nach der Gruppenphase die Heimreise antreten mussten. Im ersten Gruppenspiel schnürte der 105-fache Nationalspieler einen Doppelpack. 

8. Robbie Keane

Der Rekordtorschütze der irischen Nationalmannschaft (68 Treffer in 146 Länderspielen) lässt seine Karriere seit dem vergangenen Sommer in Indien ausklingen. Einen Großteil seiner Laufbahn verbrachte der Mittelstürmer in der Premier League, wo er unter anderem bei Tottenham Hotspur und Leeds United unter Vertrag stand. Bei Irlands letzter WM-Teilnahme im Jahr 2002 erzielte der 37-Jährige drei Treffer. Im Achtelfinale zogen die Iren gegen Spanien im Elfmeterschießen den Kürzeren. Bei seinem letzten Länderspiel im August 2016 traf Keane beim 4:0-Erfolg gegen den Oman einmal.  

7. Jay-Jay Okocha

Der Ex-Frankfurter (1992 - 1996) ging mit seinem legendären Tor gegen den FC Bayern München in die Bundesliga-Geschichte ein. Nach seinem Gastspiel in der Bankenmetropole lief der Nigerianer unter anderem für Fenerbahce Istanbul und Paris Saint-Germain auf. Der französische Hauptstadtklub legte im Juli 1998 für den Offensivspieler umgerechnet 12,4 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch. Mit Nigeria nahm der 44-Jährige dreimal an einer WM-Endrunde (1994, 1998 und 2002) teil. Spätestens im Achtelfinale war jeweils Endstation. Im Sommer 2008 beendete der 75-fache Nationalspieler seine Karriere. 

6. Didier Drogba

Im August 2014 erklärte der 39-Jährige seinen Rücktritt aus der ivorischen Nationalmannschaft. Zuvor lief der Stürmer-Star 105 Mal für die Elfenbeinküste auf und steuerte 65 Tore bei. Bei den Weltmeisterschaften im Jahr 2006, 2010 und 2014 mussten Drogba & Co. jeweils nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Seit dem vergangenen April steht der Mittelstürmer beim US-amerikanischen Zweitligisten Phoenix Rising FC unter Vertrag. Im Dezember wird Drogba, der während seiner langen Karriere insgesamt neun Jahre lang das Trikot des FC Chelsea trug, seine Karriere endgültig beenden. 

5. Pavel Nedved

Europas Fußballer des Jahres (2003) verbrachte den Großteil seiner Profi-Karriere in Italien, wo er bei Lazio Rom und Juventus Turin unter Vertrag stand. Acht Jahre lief der Mittelfeldspieler für die 'Alte Dame' auf, ehe er seine Fußballschuhe im Sommer 2009 an den Nagel hängte. Nach seinem Karriereende kehrte der 45-Jährige zu Juve zurück und war zunächst Mitglied des Präsidiums. Im Oktober 2015 übernahm Nedved den Posten des Vize-Präsidenten. Mit der tschechischen Nationalmannschaft nahm das Eigengewächs von Viktoria Pilsen an der WM 2006 in Deutschland teil. Nach der Vorrunde mussten die Tschechen ihre Koffer packen. 

4. Samuel Eto'o

Real Madrid, FC Barcelona, Inter Mailand und der FC Chelsea - Eto'o war während seiner Laufbahn für einige europäische Top-Klubs aktiv. In der abgelaufenen Transferperiode wechselte der 36-Jährige zum türkischen Erstligisten Atiker Konyaspor. Mit Kamerun nahm der Mittelstürmer an vier Weltmeisterschaften (1998, 2002, 2010 und 2014) teil. Bei keiner der vier Endrunden kam der fünfmalige Afrikameister über die Gruppenphase hinaus. Der Angreifer bringt es auf 118 Länderspiele und 56 Tore. Im Juni 2014 stand der Ex-Londoner zuletzt für sein Heimatland auf dem Platz. 

3. Ryan Giggs

Der Waliser verbrachte seine gesamte Karriere bei Manchester United. In 23 Jahren feierte Giggs mit den 'Red Devils" unter anderem 13 Meistertitel und zweimal den Gewinn der Champions League. Im Sommer 2014 hängte der 44-Jährige seine Fußballschuhe an den Nagel. Zu einer WM-Teilnahme hat es für die United-Ikone nie gereicht. Sein letztes Länderspiel für Wales bestritt der Mittelfeldspieler im Juli 2007. Mitte Januar wurde Giggs als neuer walisischer Nationalcoach vorgestellt. 

2. Zlatan Ibrahimovic

Der schwedische Superstar ging in seiner langen Karriere für viele europäische Top-Klubs auf Torejagd. Seit Juli 2016 steht 'Ibra' bei Manchester United unter Vertrag. Mit der schwedischen Auswahl nahm der Mittelstürmer an den Weltmeisterschaften im Jahr 2002 und 2006 teil. Beide Male war für Schweden im Achtelfinale Endstation. 116 Länderspiele bestritt der 36-Jährige, ehe er im Sommer 2016 seine Karriere in der Nationalmannschaft beendete. Eine Rückkehr zur WM in Russland schloss der Angreifer aus. 

1. George Weah

Der ehemalige Weltfußballer (1995) gilt es einer der besten afrikanischen Fußballer aller Zeiten. Der Angreifer war unter anderem für die AS Monaco, Paris Saint-Germain und den AC Mailand am Ball. Nach einem zweijährigen Gastspiel in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendete Weah seine Karriere im Sommer 2003. Mit Liberia (60 Länderspiele) nahm der 51-Jährige nie an einer Weltmeisterschaft teil. Ende 2017 wurde der Mittelstürmer zum Präsidenten seines Heimatlandes gewählt.