​Nach sechs Pflichtspielen ohne Niederlage musste Eintracht Frankfurt wieder eine Pleite hinnehmen. In Augsburg zogen die Hessen am Sonntagnachmittag mit ​0:3 den Kürzeren. Mit einem Auswärtssieg hätte die Mannschaft von Cheftrainer Niko Kovac auf den zweiten Tabellenplatz klettern können. Aus der Sicht von Schlussmann Lukas Hradecky agierte die Eintracht zu überheblich.


Übungsleiter Kovac war sich im Vorfeld der Partie darüber bewusst, dass auf seine Mannschaft in Augsburg "ein ganz schweres Spiel" warten würde. Dennoch ​gab sich der SGE-Coach zuversichtlich: "Wir haben mit einem Sieg die Chance, auch den Abstand auf Augsburg zu vergrößern. Die Chance möchten wir natürlich gern nutzen." Nach einer enttäuschenden Vorstellung blieb den Hessen der Sprung auf Platz zwei allerdings verwehrt. 

"Ich bin total enttäuscht. Wir dachten wohl, dass wir hierherkommen und Zweiter werden", erklärte Hradecky. "Wir kassieren dann ganz leicht das 0:1, dann kam das 0:2  - dann ist das Spiel vorbei", wird der Torhüter vom Onlinemagazin SGE4EVER zitiert. "Vielleicht sind wir zuletzt zu euphorisch geworden", betonte der 28-Jährige. "Wir müssen mit den Beinen auf dem Boden bleiben. Das sah zu locker aus, das war heute zu überheblich."


Kovac teilte die Meinung seines Schützlings nur bedingt. "Ich glaube nicht, dass wir überheblich waren", gab der 46-Jährige zu Protokoll. "Aber es ist vielleicht ein kleiner Weckruf, dass wir jede Woche hart arbeiten müssen." Es sei das erste Mal in der Saison gewesen, dass seine Elf "ganz klar die schlechtere Mannschaft war."

Der Frankfurter Cheftrainer will die höchste Saisonniederlage schnellstmöglich abhaken. "Mund abputzen, weiter geht’s", betonte Kovac. "Wir werden den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken und die nächsten beiden Spiele in dieser Woche positiv bestreiten." Am Mittwochabend sind die Hessen im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den 1. FSV Mainz 05 gefordert. Drei Tage später steht in der Bundesliga das Heimspiel gegen den 1. FC Köln auf dem Programm.