​Am Dienstagabend will Bremen in der BayArena Revanche für die 0:1-Pleite vom Dezember nehmen. Anders als in der Liga wird der Werder-Kapitän im DFB-Pokal-Viertelfinale von Beginn an auflaufen. Philipp Bargfrede fällt dagegen wohl weiter aus. Das Duell könnte auch zum Taktik-Duell zwischen den beiden Trainern Heiko Herrlich und Florian Kohfeldt werden.


Das Wochenende lief für Werder Bremen (fast) wie gemalt. ​Last-Minute-Sieg auf Schalke, Mainz 05 überholt und vom Relegationsplatz geklettert und der HSV bleibt weiter sieglos auf Abstand. Dabei sah es auf Schalke lange Zeit nicht nach etwas Zählbarem aus - der bislang so starke ​Jiri Pavlenka patzte folgenschwer und Schalke war im zweiten Durchgang drauf und dran, das wohl vorentscheidende 2:0 zu erzielen. 


Doch dann unterlief auch Pavlenkas Gegenüber Ralf Fährmann ein gravierender Fehler und Werder konnte durch Zlatko Junuzovic in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar noch einen 'Dreier' feiern. Ein großer Schub fürs Selbstvertrauen, bevor es schon am Dienstag im DFB-Pokal-Viertelfinale in Leverkusen weitergeht (20.45 Uhr).


Junuzovic "auf jeden Fall von Anfang an"


Am 16. Spieltag verloren die Bremer an Ort und Stelle in der Bundesliga mit 0:1. Im Pokal soll es besser laufen. Kapitän Zlatko Junuzovic wird, anders als noch Mitte Dezember und auch am vergangenen Wochenende auf Schalke, von Beginn an auf dem Platz stehen. Trainer Florian Kohfeldt kündigte auf der Pressekonferenz am Montag bereits an, dass der 30 Jahre alte Österreicher in der Startelf stehen wird: "Wir haben die Möglichkeit zu rotieren, aber wir können auch fast mit der Schalke-Startelf beginnen. Es gibt eine Ausnahme: Zlatko Junuzovic wird auf jeden Fall von Anfang an spielen", verriet Kohfeldt.

Philipp Bargfrede wird dagegen wohl erneut nicht zur Verfügung stehen. ​Die Chancen auf einen Einsatz des Werder-Urgeteins seien zwar "​etwas höher", man wolle aber nichts "Unvernünftiges tun", so der Bremens Trainer. "Ich würde eher sagen, dass er nicht mitfährt", meinte Kohfeldt weiter. Außer den Langzeitverletzten um Fin Bartels (Achillessehnenriss) seien aber alle Spieler fit.

Trainerduell Herrlich gegen Kohfeldt


Spannend wird das Pokal-Duell in taktischer Hinsicht. Beide Teams agieren flexibel mit unterschiedlichen Grundformationen und wechseln munter zwischen Dreier- und Viererkette. Im Bundesliga-Hinspiel spielten Bayer und Werder nominell jeweils mit drei zentralen Abwehrspielern - am vergangenen Wochenende setzte sowohl 'Werkself'-Coach Heiko Herrlich beim 0:0 in Freiburg als auch Kohfeldt beim Sieg auf Schalke auf eine Viererabwehrkette. "Wir sind noch in den letzten Überlegungen", gab der Werder-Trainer auf der Pressekonferenz zu Protokoll. "Vielleicht verändern wir auch die Grundordnung", so Kohfeldt.

Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass Werder erneut aus einer Art 4-3-3-Formation heraus agiert. Kapitän Junuzovic dürfte dabei für Winter-Neuzugang Milot Rashica ins Team rücken. Während in der Abwehr und im Mittelfeld keine Wechsel zu erwarten sind, streiten sich Ishak Belfodil, ​Aron Jóhannsson und Forian Kainz um die letzte Position im Dreier-Sturm mit Max Kruse und Junuzovic.