In der 82. Minute war es ausgerechnet Gerard Piqué, der im Stadion von Espanyol Barcelona das​ ​1:1 erzielte und damit die Siegesserie des FC Barcelona aufrecht erhielt. Für seinen Torjubel erhielt Piqué vom Trainer der Gastgeber, Enrique "Quique" Sánchez Flores Kritik, der Verteidiger wiederum rechtfertigte sich.


Als Gerard Piqué in der 82. Minute des Barcelona-Derbys das 1:1 erzielte, deutete er mit seiner Jubel-Geste an, dass die Fans von Espanyol Barcelona schweigen sollen. Eine Geste, die die zahlreichen Fans, aber auch den 53-jährigen Chef-Coach von Espanyol wütend machten. "Die Geste von Piqué? Ein Spieler kann nicht eine ganze Anhängerschaft zum Schweigen bringen und unsere am wenigsten. Espanyol muss weit über allem sein."


Piqué rechtfertigte seine Geste laut ESPN wie folgt. "Das Tor zu feiern war besonders, nach all dem, was in der letzten Woche passiert ist. Einige der Fans hier haben mich und meine Familie seit langer Zeit direkt beleidigt. Ich sagte ihnen generell, dass sie leise sein sollen, aber vielleicht hätte ich das nicht tun sollen", so der 31-Jährige. "Ich kenne eine Menge guter Espanyol-Fans. Vielleicht hätte es an den Klub oder die Besitzer gerichtet sein sollen, dafür, dass sie bestimmte Dinge nicht gemeldet haben."

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Piqué über den Tor-Jubel: Ihnen zu sagen, dass sie leise sein sollen, war das Mindeste, was ich tun konnte."


Piqué war kritisiert worden, nachdem er den Gegner in Interviews mehrmals "Espanyol aus Cornellà" genannt hatte, um damit Fans zu provozieren. "Sie sind aus Cornellà, wie ich es gesagt hatte. Ich weiß, ich habe sie verletzt und ich war sarkastisch, um sie zu nerven. Aber zu sagen, dass sie in Cornellà spielen, ist nicht respektlos, es ist ein Fakt." Im Vergleich dazu fühlt sich der Verteidiger ungerecht behandelt.


"Sie beschweren sich darüber und melden mich, aber die Beleidigungen gegen meine Familie untersuchen sie nicht. Das ist respektlos. Ihnen zu sagen, dass sie leise sein sollen, war das Mindeste, das ich tun konnte." Auf die Frage, ob Piqué für seine Aktionen nicht mehr Verantwortung übernehmen sollte, sagte dieser nur: "Spieler haben eine Verantwortung, aber wir sind auch Menschen und wir reagieren auf das, was passiert. Und es gibt ein Limit. Und wenn die, die das Sagen haben, nichts sagen, dann werden wir nicht leise sein", so der 31-Jährige abschließend.