​Herthas Nummer zwei Thomas Kraft macht derzeit durch gute Leistungen auf sich aufmerksam. Stammkeeper Rune Jarstein fehlt den Berlinern seit rund zwei Wochen aufgrund eines Muskelfaserrisses. Muss der Norweger nun um seinen Status als Nummer eins bangen?


"Wir machen keinen unnötigen Druck, Thomas hat gut gespielt. Wenn Rune der Meinung ist, dass er wieder spielen kann, kehrt er ins Tor zurück", kündigte Hertha-Coach Pal Dardai an, nicht ohne doch ein wenig Druck aufzubauen: "Dann muss er Leistung bringen." 



Seit zwei Wochen hütet Ersatztorwart Thomas Kraft den Kasten der Hertha und zeigte gegen Dortmund (1:1), Bremen (0:0) und Hoffenheim (1:1) starke Leistungen. Jarstein hatte sich einen Muskelfaserriss zugezogen und war die letzten Wochen zum Zuschauen verdammt. Vor dem Spiel gegen die TSG konnte der Schlussmann zwar wieder ins Training einsteigen, ein Einsatz gegen die Kraichgauer kam jedoch noch zu früh.


Sein Konkurrent Kraft hingegen reiht eine Top-Leistung an die nächste. Muss Jarstein nun um seinen Status als Nummer eins bangen? Coach Dardai zumindest schwärmt von seinem Ersatzmann: "Die Rolle als Nummer zwei ist schwierig für ihn, aber man sieht, dass er nicht nur ein Vollprofi ist, sondern auch ein Typ, ein Charakter. Man kann eine Analyse machen und wird sehen, dass er uns jeden Tag hilft - im Training und im Spiel. Ich bin sehr zufrieden."


Beim Gastspiel in Leverkusen am kommenden Wochenende wird der Norweger wieder zwischen den Pfosten der Hauptstädter stehen. Allerdings darf sich der 33-Jährige wohl nicht allzu viele Fehler leisten. Dardai weiß, dass ein Top-Ersatzmann auf der Bank mit den Hufen scharrt. Aber der Ungar wollte ja keinen Druck aufbauen.