Die Schelte sitzt immer noch: RB Leipzigs Sportchef Ralf Rangnick nahm sich kürzlich neben der hauseigenen Talentschmiede auch die Scoutingabteilung zur Brust – und traf ein vernichtendes Urteil. Die Sachsen stehen vor der Umstrukturierung. Ein neuer Chefscout scheint von der Insel zu kommen.


Fußball-Bundesligist RB Leipzig steht vor einer größeren Umstrukturierung. Neben Veränderungen im Nachwuchsbereich werden in nächster Zeit auch Anpassungen in der Scoutingabteilungen angestrebt. Einen ersten Entscheid hat es hier offenbar bereits gegeben. Laut dem kicker haben die Sachsen einen neuen Chefscout im Visier.


Dem Fachmagazin zufolge soll Paul Mitchell noch in dieser Woche einen Vertrag in Leipzig erhalten und mit sofortiger Wirkung sein Amt antreten. Grund hierfür ist die aktuelle Arbeitslosigkeit des Talentspähers. Der 36-Jährige arbeitete zuletzt als Chefscout für Tottenham Hotspur, schied dort aber aus. Zuvor leitete er beim FC Southampton und bei Milton Keynes Dons die Scoutingabteilung.

Grund für die Umstellungen, die Leipzig in der kommenden Zeit vornehmen will, s​ind pikante Äußerungen von Sportvorstand Ralf Rangnick. „Es ist dringend notwendig, dass wir da jetzt nachjustieren“, sagte der Manager laut Sport1 über die Leipziger Scoutingabteilung. Der RB-Macher kündigte einige Veränderungen an. Man werde sich so aufstellen, dass man in den kommenden Transferperioden „jeden Spieler auf der ganzen Welt kennen - jeden in Deutschland, jeden in Europa, oder China, Japan oder scheiß egal, wo es Fußballspieler gibt.“


Im Zuge der Kreuzbandverletzung von Marcel Halstenberg wetterte Rangnick zudem ​gegen die eigene Nachwuchsabteilung. „Natürlich würden wir uns beide (Rangnick und Trainer Ralph Hasenhüttl; Anm. d. Red.) wünschen, dass wir in so einer Notsituation, in die wir nicht planmäßig geraten sind, vielleicht ein oder zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nachschieben können“, polterte Rangnick. Der Plan, durch die Abmeldung der eigenen U23 den Talenten einen schnelleren Weg ins Profigeschäft zu ermöglichen, ging deutlich nach hinten los.