​Borussia Dortmund musste sich in den letzten eineinhalb Jahren mit drei Stars beschäftigen, die sich erfolgreich zum Wechsel ins Ausland gestreikt haben. Hans-Joachim Watzke hat deshalb die Geduld verloren und wird mit dem nächsten Übeltäter kurzen Prozess machen.

​​"Der nächste Spieler, der versucht, uns unter Druck zu setzen, indem er Leistung zurückhält oder gar streikt, wird damit nicht durchkommen - und auf der Tribüne sitzen", sagte Watzke im FAZ-Interview. Dies hat er sogar laut eigener Aussage am Donnerstag "der Mannschaft klipp und klar gesagt."


Es begann mit dem Drama rund um Henrikh Mkhitaryan und seinem Berater Mino Raiola. Der berühmte Agent führte einen öffentlichen Krieg mit den BVB-Bossen und ließ Watzke und Co. im Namen seines Klienten diverse Drohungen ausrichten. Letztendlich klappte es dann auch mit dem angestrebten Wechsel zu Manchester United.


Dann kam der Transfer von Ousmane Dembele zum FC Barcelona. Das französische Top-Talent erschien plötzlich nicht mehr im Training der Dortmunder, um seinen Abgang zu forcieren. Dies gelang auch ihm.


Und das nur vor wenigen Tagen beendete Theater rund um Pierre-Emerick Aubameyang machte aus diesem Phänomen eine Epidemie, die Watze ausmerzen möchte: "Das wissen jetzt alle. Das ist eine öffentliche Aussage, an der ich mich messen lasse." Ob sein Unterfangen gelingen wird, ist fraglich.