​Seit nunmehr zwei Jahren ist Julian Nagelsmann als Trainer von 1899 Hoffenheim tätig. Nachdem er anfänglich von allen Seiten in den Himmel gelobt worden war, durchlebt er nun das andere Extrem. Sogar über ein angebliches ​Zerwürfnis mit seinen Spielern wurde zuletzt berichtet. Mit deutlichen Worten hat der 30-Jährige nun zum Umgang mit seiner Person Stellung genommen.


Erst rettete Julian Nagelsmann die Hoffenheimer vor dem Abstieg, danach führte er sie auf den Champions-League-Qualifikationsplatz. Seither zeigte die Kurve für 1899 nach unten und der gefeierte Coach wurde zum Buhmann - zumindest aus Sicht der Medien.

Im ​kicker-Interview bezeichnete er diese Vorgehensweise nun als "tendenziöse Meinungsmache, die Menschen kaputt machen" könne. Anlass waren die jüngsten Berichte, wonach ​angeblich nicht mehr jeder Spieler hinter dem Trainer steht. "Es wird über jeden extrem geurteilt, auch über mich. Was letztes Jahr viel zu viel in die positive Richtung ging und zu wenig auf die Mannschaft, geht jetzt extrem in die negative Richtung", so Nagelsmann.


"Wenn es schlimmer wird, dann mache ich es nicht länger"


In diesem Gespräch präsentierte sich Nagelsmann von einer sehr nachdenklichen Seite und gewährte einen Einblick in seine Seelenwelt: "Es gab schon Momente, in denen ich gesagt habe: Wenn es schlimmer wird, dann mache ich es nicht länger. Wenngleich ich nie gesagt habe, ich bin kurz davor, alles hinzuschmeißen."

FC Bayern Muenchen v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Der Medienhype um Julian Nagelsmann war und ist riesig.


Seine persönliche Geschichte der vergangenen Monate verglich Nagelsmann mit einem anderen prominenten Beispiel, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht: Die Rede ist von Handball-Bundestrainer Christian Prokop: "Sie haben ihn vor der EM als großen Star gefeiert, als einer der besten der Welt. Und dann funktioniert das Turnier nicht ganz so wie erhofft und er wird von einigen Medien komplett auseinandergenommen."