Am Sonntagnachmittag bekam es der FC Augsburg mit Eintracht Frankfurt zu tun. Die Mannschaft von Manuel Baum war über 90 Minuten das bessere Team und überzeugte sowohl defensiv als auch offensiv. Die Gäste hingegen hatten vor allem im ersten Durchgang große Probleme und vergaben die wenigen Chancen, die sich ihnen boten, weshalb der FC Augsburg klar mit 3:0 als Sieger vom Platz ging.

Der FC Augsburg musste seine Formation im Vergleich zum 1:1 gegen den 1. FC Köln auf einigen Positionen verändern: Raphael Framberger spielte für den suspendierten Daniel Opare als Rechtsverteidiger, Danso rückte für den verletzten Gouewleeuw in die Innenverteidigung. Dazu musste Jan Moravek den gelbgesperrten Rani Khedira ersetzen. Da Finnbogason die nächsten Wochen verletzt ausfällt, rückte Michael Gregoritsch in die Sturmspitze. Hinter dem Österreicher liefen Caiuby und Heller auf den Außen sowie Koo als zentraler Spieler hinter der Spitze.

Niko Kovac hingegen veränderte seine Startaufstellung lediglich auf einer Position: Luka Jovic lief neben Sebastien Haller in der Sturmspitze auf, während Rebic - wie Khedira bei den Augsburgern - gelbgesperrt fehlte.

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Starker Augsburger Beginn

Die in Rot-Weiß gekleideten Gastgeber aus Augsburg fanden von Anfang an gut in die Partie und nutzten die schläfrige Anfangsphase der Frankfurter, um erste Chancen zu kreieren: Zunächst scheiterten Gregoritsch und Heller, ehe Danso bei einem Eckball viel zu frei zum Kopfball kam, das Spielgerät jedoch mit einem Aufsetzer über das Tor beförderte (3, 5., 6.). Des Weiteren hatten Moravek nach Flanke von Caibuy sowie Koo, der von Heller in Szene gesetzt wurde, weitere Chancen (9., 10.), doch die Versuche der Augsburger waren entweder zu ungenau oder keine allzu schwere Aufgabe für Lukas Hradecky im Tor der Eintracht.

Danach fand die Eintracht etwas besser in die Partie und arbeitete sich langsam in Richtung des Tores von Marwin Hitz. Doch nachdem Jovics Kopfball zu ungenau platziert wurde, erzielte der FCA mitten in der besten Phase der Frankfurter die Führung: Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld wurde der Ball nicht entscheidend geklärt, weshalb sich Koo im Strafraum den Ball nahm und Gegenspieler Simon Falette stehen ließ und mit seinem Schuss das lange Eck anvisierte. Eintracht-Keeper Hradecky konnte lediglich hinterherschauen - 1:0 für Augsburg (19.)!

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        Sah über weite Strecken keinen guten Auftritt seiner Mannschaft: Eintracht-Coach                                                                   Niko Kovac

​Die Eintracht reagierte jedoch gut, und wäre beinahe postwendend zum Ausgleich gekommen. Erneut wurde Jovic von Chandler bedient, doch der Kopfball des Serben ging lediglich an den Pfosten (21.). Die Elf von Manuel Baum zog sich etwas zurück, doch danach kam offensiv nicht mehr viel von den Gästen, die Probleme darin hatten, Chancen zu kreieren. Hingegen hatten die Augsburger nach Kontern weitere Gelegenheiten, die Führung auszubauen: Caiuby war nach einer Hereingabe sträflich frei vor dem Tor von Hradecky, doch der Abschluss des Brasilianers war schwach (32.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatte der auffällige Gregoritsch eine weitere Chance, scheiterte aus wenigen Metern jedoch am Keeper der Gäste (45.).

​Insgesamt fehlte der Mannschaft von Niko Kovac die defensive Kompaktheit der vergangenen Wochen und auch die beiden Außenposten Timothy Chandler und Marius Wolf erlebten keinen guten Start in die Partie. Augsburg dagegen war präsent in den Zweikämpfen, erspielte sich gerade zu Beginn viele Möglichkeiten und lauerte nach der Führung auf Umschaltsituationen.

Augsburg weiter mit Chancen - und der Entscheidung

​​Der zweite Abschnitt begann ähnlich. Augsburg suchte den Weg nach vorne und hatte gleich zwei Möglichkeiten, die Führung auszubauen: Zunächst verfehlte Koo nach einer guten Einzelaktion das Tor, ehe Heller bei einem Konter von Caibuy gut in Szene gesetzt wurde, jedoch erneut am stark aufgelegten Hradecky scheiterte (50., 51.). 

​Kovac reagierte, brachte unter anderem Gelson Fernandes für Gacinovic. Doch in der Folge ließen sich die Augsburger etwas zurückfallen und machten es der Eintracht durch ihre gut organisierte Defensive schwer, gefährlich zu werden. Trotz zwischenzeitlich 60% Ballbesitz tauchten die 'Adler' kaum vor dem Tor von Marwin Hitz auf. Mit zunehmender Spieldauer kontrollierten die Frankfurter nach und nach das Mittelfeld, doch der Defensivverbund des FCA leistete sich kaum Fehler.

​Während die Gäste nicht durchkamen, sorgte Augsburg für die vermeintliche Vorentscheidung: Der eingewechselte Richter schlug eine Flanke von rechts an den langen Pfosten, die Caiuby per Kopf verlängerte. Gregoritsch nahm den Ball technisch fein an und verwandelte den Ball aus wenigen Metern - 2:0 für Augsburg!

​Frankfurt gab sich jedoch nicht auf und hatte in der 80. Minute die Chance zum Anschlusstreffer, doch Wolf scheiterte aus wenigen Metern an Hitz. Fünf Minuten später kam erneut Jovic zur Chance, doch der auffälligste Angreifer der Eintracht traf mit seinem Schlenzer aus der zweiten Reihe erneut nur den Pfosten.

Die endgültige Entscheidung fiel durch Marco Richter: Nach einem groben Schnitzer von Salcedo nahm der 20-Jährige die Kugel an sich, dribbelte Falette aus und ließ Hradecky aus 17 Metern keine Chance. Die Gäste waren sichtlich bemüht, mussten sich am Ende jedoch aufgrund eines engagierten Auftritts der Gastgeber sowie eine über weite Strecken schläfrige erste Halbzeit mit 0:3 geschlagen geben.


​​​Durch den Sieg klettert Augsburg mit 31 Punkten auf Rang sieben und hat lediglich zwei Zähler Rückstand auf die Eintracht, die unmittelbar vor den Fuggerstädtern auf dem sechsten Platz liegt. Während der FCA am kommenden Sonntag gegen RB Leipzig antritt, tritt die Mannschaft von Niko Kovac zunächst im Pokal gegen Mainz 05 an, ehe es in der Liga gegen den 1. FC Köln geht.