​Der VfL Wolfsburg ist gegen den Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart am Samstagnachmittag vor heimischer Kulisse nicht über ein 1:1-Unentschieden hinausgekommen und befindet sich somit weiter nur im Niemandsland der Tabelle. Trotz des etwas enttäuschenden Ergebnisses gab es auch positive Nachrichten. Leverkusen-Neuzugang Admir Mehmedi bot nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit eine ordentliche Leistung und ließ bei seinem Debüt mehrfach erahnen, dass er in Zukunft eine gute Verstärkung für die Mannschaft von VfL-Coach Martin Schmidt sein kann. 


Der Schweizer Nationalspieler wurde in der 67. Spielminute gegen die Schwaben für seinen Landsmann Renato Steffen eingewechselt und kam zunächst auf dem rechten offensiven Flügel, dann auf der linken Seite zum Einsatz. In seinen rund 25 Minuten Einsatzzeit bot der Neuzugang von Bayer 04 Leverkusen dabei ein ordentliches Debüt, beteiligte sich gleich eifrig an den Wolfsburger Offensivbemühungen und war sich auch defensiv für keinen Laufweg zu schade. 

"Für mich persönlich war es okay. Ich bin froh, dass ich mein Debüt geben konnte", so der 26-Jährige nach Abpfiff über seinen ersten Einsatz im Dress der "Wölfe". Dennoch zeigte er sich mit dem Ergebnis nach 90 Minuten nicht zufrieden. "Wir haben nach der Pause den Zugriff verloren. Stuttgart hat dann nur noch mit langen Bällen operiert. Sie waren griffiger und bei Standards gefährlicher. So haben wir dann schließlich auch ein unnötiges Gegentor bekommen. An eine Verunsicherung innerhalb der Mannschaft glaubt der gebürtige Mazedonier jedoch nicht. "Wir müssen einfach die Fehler abstellen. Mit Unentschieden kommen wir nicht weiter." 


Auch Coach Martin Schmidt zeigte sich im Anschluss an die Partie durchaus zufrieden mit der Leistung des Neuankömmlings. "Ich habe gesagt, wir müssen über außen aus der Druckphase rauskommen. Wir brauchen mehr Robustheit. Ich habe ihn gebracht, damit er mal einen Ball festmachen und aufdrehen kann. Das hat er ganz gut gemacht." Vor allem bei seinen "Läufen nach innen" und seinen "Schnittstellen-Pässen, die er zweimal auf Yunus (Malli, Anm. d. Red.) gespielt hat" habe man "seine Klasse gesehen", wie der Schweizer Coach erklärte. Insgesamt hofft Schmidt nach dem ordentlichen Debüt seiner neuesten Offensivwaffe nun auf weitere Leistungen dieser Art. "Das war der erste Schritt für Admir, ich bin zufrieden." 


​Mehmedi war am letzten Tag der Winter-Transferperiode trotz mehrerer Angebot für acht Millionen Euro aus Leverkusen zu den Niedersachsen gewechselt. In der Autostadt unterschrieb der Offensiv-Allrounder einen langfristigen Vertrag bis zum Sommer 2022.