Es war noch lange nicht alles Gold, was der VfB Stuttgart beim 1:1-Remis in Wolfsburg so anbot. Und doch darf der wichtige Punkt nach Rückstand durchaus als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden. Auch deshalb, weil der kritisch beäugte Neu-Trainer Tayfun Korkut erste Argumente sammeln konnte, um in Zukunft nachhaltig und auch erfolgreich bei den Schwaben Fuß zu fassen. 


Und so klingen die Worte von Sport-Vorstand Michael Reschke mit den Eindrücken des Wolfsburg-Spiels im Hinterkopf durchaus glaubhaft. Dieser versicherte gegenüber Sky, dass man mit Korkut „einen absoluten Wunschkandidaten verpflichtet habe.“

Korkuts derzeitige Arbeit im Ländle bewertet Reschke zudem als „super professionell, intelligent und durchdacht.“ Dies habe auch in der Arbeit mit der Mannschaft schon erste Früchte getragen: „Der Pfad zur Mannschaft ist jetzt schon sehr eng geknüpft.“


Das Stimmungsbild und die Aufbruchsstimmung, ​die Korkut seiner neuen Truppe vermittelt, werde den VfB „durch die Rückrunde tragen.“ Dies sei nach der Demission von Hannes Wolf entscheidend gewesen.


Korkuts Ruf gilt nach den äußerst glücklosen Stationen in Leverkusen und Kaiserslautern als durchaus angeknackst. Umso wichtiger wäre es also auch für den 43-jährigen Fußballlehrer, in seiner Geburtsstadt für positive Schlagzeilen sorgen zu können. Schafft er dies, könnte sich die Liaison von Korkut und den Schwaben zum beidseitigen Glücksgriff entwickeln.