Auf den Schultern von Winter-Neuzugang Milot Rashica lastet in Bremen viel Hoffnung. Beim knappen 2:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 feierte der Mittelfeldspieler gleich sein Startelfdebüt - und offenbarte noch viel Luft nach oben.


Sieben Millionen Euro legte der SV Werder Bremen auf der Zielgeraden des Transferfensters auf den Tisch, um Milot Rashica von Vitesse Arnheim loszueisen. Gegen den FC Schalke 04 feierte der 21-Jährige beim knappen 2:1-Sieg gleich sein Startelfdebüt. "Er hat heute in drei, vier Situationen direkt gezeigt, was für ein guter Kicker er ist. Er hat gefightet und unser Spiel belebt, deswegen bin ich absolut zufrieden mit seiner Leistung", analysierte Trainer Florian Kohfeldt die Leistung seines neuen Schützlings. Seine Auswechslung früh im zweiten Durchgang sei nicht leistungsbedingt gewesen: "Dass ich Milot relativ früh in der zweiten Halbzeit rausnehme, war von Anfang an so geplant."

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Wechselte aus Arnheim an die Weser: Neuzugang Milot Rashica


Fakt ist nach seinem ersten Spiel im grün-weißen Trikot: Es ist noch viel Luft nach oben für Milot Rashica. Mit seinem ersten Auftritt für die Norddeutschen kann man jedoch zufrieden sein, kann der Youngster nach einer Trainingswoche ja überhaupt noch nicht zu 100 Prozent funktionieren. "Milot ist seit drei Tagen bei uns. Es ist doch klar, dass er nach zwei Einheiten nicht hundertprozentig alles verinnerlicht hat. Ich denke man hat heute in Ansätzen gesehen, dass er uns helfen wird", sagte Neu-Mitspieler Max Kruse. Und in die gleiche Kerbe schlug auch Maximilian Eggestein: "Selbstverständlich hat man gesehen, dass ihm manchmal noch die Bindung gefehlt hat, aber wir haben zweimal zusammen trainiert. Das ist doch sowas von normal."


"Ich kann mehr zeigen"


In Bremen möchte man ohnehin das positive aus dem Debüt des Neuzugang ziehen. "Trotzdem konnte man sehen, was für eine Qualität er mitbringt. Aus diesem Grund freue ich mich sehr auf die nächsten Wochen mit ihm", schob Eggestein nach. Auf der Werderaner Homepage meldete sich auch der Debütant selbst zu Wort: "Das war natürlich ein sehr spezielles Spiel für mich. Ich freue mich riesig über mein Bundesligadebüt, aber mehr freue ich mich über den Sieg. Das Spiel war besonders, anders als das bisher Gewohnte. Das Tempo war höher, die Atmosphäre eine ganz andere. Unsere Fans haben uns wirklich toll unterstützt – selbst auswärts. Das war beeindruckend. Natürlich muss ich mich noch etwas anpassen, mich an bestimmte Abläufe gewöhnen, aber ich habe alles gegeben."


An der Weser muss man sich also noch ein wenig gedulden, bis Milot Rashica seine volle Palette ins Werderaner Spiel integrieren kann. Auf den ersten Ansätzen gegen Schalke kann man jedoch aufbauen. Und an Ehrgeiz fehlt es dem Bremer Hoffnungsträger keinesfalls. "Ich kann mehr zeigen", kündigte Rashica nach seinem Debüt für den SV Werder Bremen an. Man darf gespannt sein.