RB Leipzig konnte mit einem 1:0-Sieg über Borussia Mönchengladbach einen wichtigen Schritt in Richtung Champions League gehen. Zum Mann des Abends avancierte Neuzugang Ademola Lookman, der nach seiner Einwechslung das goldene Tor erzielte. Dabei hätte Trainer Ralph Hasenhüttl seinen Schützling am liebsten wieder gleich ausgewechselt.


Wen hat RB Leipzig da nur wieder aus dem Hut gezaubert? Am Deadline Day des Transferfensters sicherten sich die 'Bullen' leihweise die Dienste von Evertons Ademola Lookman, der gegen Borussia Mönchengladbach einen Traumeinstand in der Bundesliga feierte. Der flexible Linksaußen wurde in der 78. Minute eingewechselt, erzielte nur zehn Minuten später den goldenen Treffer des Abends. "Es ist geil, wenn uns die Spieler so weiterhelfen", freute sich Mitspieler Diego Demme über das gelungene Debüt.

Trainer Ralph Hasenhüttl bereute die Einwechslung seines neuen Schützlings eigentlich ziemlich schnell. "Ich habe ihm gesagt, dass er Glück gehabt hat, dass er zum Zeitpunkt des Tores noch auf dem Platz war. Er ist nur gerutscht mit seinen Schuhen. Aber es waren die einzigen, der er mitgebracht hat aus England. Er wollte sie auch nicht ausziehen, und deswegen hat er Glück, dass ich ihn nicht gleich wieder ausgewechselt habe", zwinkerte der Leipzig-Coach. „Der ,Mola’ kommt rein, rutscht die ganze Zeit aus und macht dann das Tor – ein geiler Einstand für ihn. Der Rasen war generell etwas seifig. Ich glaube, in England sind die Plätze etwas besser. Daran musste er sich erst gewöhnen", gab auch Demme zu Protokoll.


Traumeinstand erleichtert Integration


Das Tor dürfte Lookman, für den die Bundesliga und die deutsche Sprache Neuland sind, die Integration in seine neue Mannschaft erleichtern. "Bisher ist er ein zurückhaltender Typ, er hat nur zweimal mit uns trainiert. Mit der Zeit wird er noch mehr in der Mannschaft ankommen. Dieses Tor hilft ihm extrem, sich zu integrieren", erklärte Torwart Peter Gulacsi. Der Leipziger Schlussmann schwärmte jedoch bereits von den Qualitäten des Engländers: „Der Junge ist sehr gut am Ball, er ist schnell, man kann schwer erkennen, in welche Richtung er mit dem Ball geht. Das hat er heute gezeigt. Ein, zwei Spieler sind in die Tiefe gelaufen und haben ein paar Spieler mitgezogen. Er hat den freien Raum gesehen und einfach super reingedribbelt.”


Der 20-jährige Ballkünstler muss nun weiterarbeiten, um auch in Zukunft für RB Leipzig auf dem Platz zu stehen. Für den Moment ist der Youngster aber überglücklich: "Es war ein perfekter Tag, um mit drei Punkten zurückzufahren. Ich freue mich sehr, dass ich in meinem ersten Spiel gleich ein Tor machen konnte, aber dass wir das Duell gewonnen haben, ist für mich noch wichtiger."