Der FC Schalke 04 hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Rückschlag erlitten. Gegen den SV Werder Bremen führte man lange, um sich die Butter dann noch in der Schlussphase vom Brot nehmen zu lassen. Verantwortlich fühlte sich nach der Partie Keeper Ralf Fährmann, der Werder mit einem Patzer überhaupt wieder ins Spiel brachte.


Es war der Nachmittag der Torwartfehler, beim Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem SV Werder Bremen. Erst leistete sich Werders Jiri Pavlenka einen Schnitzer, woraufhin Schalke etwas glücklich in Führung ging. Rund zehn Minuten vor Schluss war es dann Ralf Fährmann, der auf Seiten der Königsblauen danebengriff; der sonst so sichere Schlussmann ließ einen Bremer Freistoß fallen, Max Kruse verwandelte den Abpraller zum 1:1-Ausgleich. Am Ende gewann Werder die Partie noch in Überzahl.

Fährmann braucht "ein paar Bierchen"


"Bremen kommt durch meinen Fehler zurück ins Spiel. Das tut mir wahnsinnig Leid für das gesamte Team", entschuldigte sich der S04-Kapitän später am Sky-Mikrofon. Ob er nach diesem Fehler überhaupt schlafen könne? "Nach ein paar Bierchen bestimmt." Verständlicher Frust bei Fährmann, dessen seltener Fehler den FC Schalke 04 im engen Rennen um die Champions-League-Plätze weit zurückgeworfen hat. Durch die Niederlage gegen Bremen könnte S04 in der Tabelle von Platz Zwei auf Rang Sechs zurückfallen. 

Dabei hatte Königsblau die Partie nach der etwas glücklichen Führung gut im Griff. Nicht umsonst ordnete Trainer Domenico Tedesco die Niederlage als "absolut überflüssig" ein. Für den unerwarteten Umschwung sorgte erst die Gelb-Rote Karte für Matija Nastasic, anschließend der Bock von Kapitän Fährmann. "Der Ball war etwas zu hart geschossen, um ihn direkt festzuhalten. Ich wollte ihn auf den Boden prallen lassen, um ihn dann aufzunehmen", erklärte der geknickte Schlussmann. Trainer Tedesco sah über den individuellen Fehler hinweg, und bemängelte viel mehr die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive und die Mutlosigkeit seiner Mannschaft: "Auswärts spielen wir ganz anders als zuhause. Da sind wir viel mutiger und die Spieleröffnung ist flüssiger."