Mit dem 1:1 in Wolfsburg holte Tayfun Korkut seinen ersten Punkt als Trainer des VfB Stuttgart. Das ist genau die Ausbeute, die der Aufsteiger im gesamten bisherigen Saisonverlauf auswärts erringen konnte. Für Dennis Aogo hat der Coach einen großen Anteil an dem ordentlichen Auftritt. Mit der Aussage "Man merkt, dass er erfahren ist" trat der Defensivspieler zudem indirekt gegen Hannes Wolf nach.


Offensichtlich scheint Dennis Aogo kein großer Befürworter seines Ex-Trainers gewesen zu sein. Auch wenn er dessen Namen in seinem Statement nach dem Unentschieden beim VfL Wolfsburg nicht direkt in den Mund nahm, so könnte man ihm die folgende Aussage schon als Nachtreten auslegen.

VfB Stuttgart v FC Schalke 04 - Bundesliga

Scheiterte Hannes Wolf wirklich an der mangelnden Erfahrung?


"Wir haben uns trotz des Rückstandes nicht hängen lassen und haben gut reagiert. Der Trainer hat nicht versucht, uns mit Informationen zu überfrachten, das war der richtige Weg. Man merkt, dass er erfahren ist." Wumms! Das hat gesessen. War diese Analyse ein Seitenhieb auf den erst 36-jährigen Hannes Wolf, der vor seinem Stuttgart-Engagement noch nie ein Profiteam betreut hatte?


Ist weniger manchmal mehr?


Indem Dennis Aogo die Vorzüge von Tayfun Korkut herausstellte, zeigte er auch einen vermeintlichen Nachteil des ehemaligen Übungsleiters der Schwaben auf. Zwischen den Zeilen ist herauszulesen, dass Wolf in seinen Ansprachen vielleicht zu sehr ins Detail gegangen ist. Aogo scheint ein Freund des Mottos "Weniger ist manchmal mehr" zu sein.


Rein faktisch gesehen liegt der ehemalige Nationalspieler natürlich richtig, wenn er auf ​Korkuts Erfahrung hinweist. Der gebürtige Stuttgarter trainierte vorher bereits Hannover 96, den 1. FC Kaiserslautern und Bayer Leverkusen. Allerdings waren die Ergebnisse überschaubar.

Bei den meisten Fans kam das Aogo-Statement jedenfalls nicht gut an. Viele Anhänger beschwerten sich im Netz über das "unschöne Nachtreten" des Mannes, der seit seiner Verpflichtung Anfang der Saison noch nicht wirklich überzeugen konnte. Die Medien nehmen solch eine Aussage natürlich dankbar entgegen, doch vielleicht hätte sich auch Aogo selbst an das Motto "Weniger ist manchmal mehr" halten sollten ...