Die Entwicklung von Sven Ulreich ist die aktuell wohl bemerkenswerteste Personalie im Kader des deutschen Rekordmeisters. Was unter den Eindrücken der Verletzung von Nationaltorhüter Manuel Neuer komplett aus der Not heraus geboren wirkte, ist schon lange kein gefühltes Handicap mehr. Der Ex-Stuttgarter hat sich bewiesen – und genießt längst das angemessene Vertrauen von Fans und Verantwortlichen.


Dementsprechend könnte Ulreichs Ausgangslage für ​weitere Vertragsgespräche mit den Bayern-Bossen auch durchaus schlechter sein. Der aktuelle Vertrag des 29-Jährigen endet im kommenden Sommer, eine klare Tendenz ist allerdings noch nicht absehbar. Gegenüber Sky äußerte sich Ulreich entsprechend zurückhaltend.

Zwar bestätigte der Torhüter, dass es erste Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen gegeben habe, allerdings soll es sich hierbei lediglich um ein erstes „Abtasten“ gehandelt haben. Dennoch ergänzt der gebürtige Schorndorfer: "Wir wollen weiter im Austausch bleiben. Dann schauen wir mal, was in den nächsten Wochen dabei rauskommt."


Für Ulreich geht es auch darum, eine Grundsatzentscheidung über seine weitere Karriereplanung zu treffen. Denn am irgendwann wieder einsatzbereiten Manuel Neuer wird er trotz zweifellos starker Leistung nicht langfristig vorbeikommen – und seine Einsatzzeiten werden sich entsprechend auf absehbare Zeit wieder reduzieren. 

Auf der anderen Seite dürften sich potentielle Interessenten nach Ulreichs starkem Saisonverlauf die Klinke gegenseitig in die Hand drücken. Sollte Ulreich also eine der mit Sicherheit eingehenden Offerten interessieren, dürfte auch eine neue sportliche Herausforderung durchaus in Betracht gezogen werden.