Einen geeigneteren Zeitpunkt für seinen größten Patzer in dieser Saison hätte sich Jiri Pavlenka kaum aussuchen können. Da Werder Bremen in der Nachspielzeit auf Schalke gewinnen konnte, ist sein Fehler aus der ersten Halbzeit zu verschmerzen. Seine Mitspieler und Trainer Florian Kohfeldt sprachen dem Torwart nach der Partie Mut zu.


Am Treffendsten brachte es Theodor Gebre Selassie auf den Punkt: "Ich habe ihm gesagt: 'Gut, dass du das in diesem Spiel gemacht hast, wir haben ja noch gewonnen'". Gemeint war der Fehler, der in der 24. Minute zum zwischenzeitlichen 1:0 für den FC Schalke 04 geführt hatte. 

Aus etwa 20 Metern hatte sich Yevhen Konoplyanka ein Herz gefasst und abgezogen. Auch wenn der Schuss relativ hart war, hätte er eigentlich platzierter angesetzt werden müssen, um einen Top-Torwart wie Jiri Pavlenka ernsthaft zu fordern. 

Doch an diesem Tag wurde der Bremer kalt erwischt, der Ball rutschte ihm praktisch über die Fäuste ins eigene Tor. Solch einen Gegentreffer hat der Tscheche vermutlich auch nie kassiert. Normalerweise strahlt er eine enorme Ruhe aus und besticht durch gute Reaktionen.


Kann passieren: Kohfeldt und Kruse sind sich einig


Werder-Coach Kohfeldt nahm seiner Nummer eins diesen Fauxpas jedoch nicht übel: "Pavlas spielt eine überragende Saison, hat uns schon viele Punkte gerettet. Er ist so stark auf dem Feld und als Persönlichkeit, dass ich mir um ihn nach dem Patzer keine Sorgen machen müsste." Ähnlich argumentierte auch Stürmer Max Kruse: "Sowas passiert, es sieht einfach doof aus, weil er letzter Mann ist."