Mit einem 2:0-Auswärtserfolg bei Mainz 05 konnte der FC Bayern am vergangenen Samstagnachmittag seinen Vorsprung in der Tabelle auf 18 (!) Punkte ausbauen. Leidenschaftliche Rheinhessen mussten derweil ihre elfte Saisonniederlage hinnehmen und stehen nun – aufgrund des Dreiers von Werder Bremen – erstmals auf dem Relegationsabstiegsplatz. Ribery und James brachten den deutschen Rekordmeister vor der Halbzeit auf die Siegerstraße, im zweiten Spielabschnitt fielen dann - trotz so manchem Hochkaräter - keine Tore mehr.



1. FSV Mainz 05 – FC Bayern München 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Ribery (33.), 0:2 Rodriguez (44.)

Zuschauer: 34.000



Bayerns Cheftrainer Jupp Heynckes rotierte nach dem 5:2-Heimerfolg über die Hoffenheimer TSG gleich sieben Mal in seiner Startelf: Unter anderem durften Sandro Wagner und James Rodriguez von Beginn ran. Mats Hummels ersetzte zudem Niklas Süle, Juan Bernat startete für David Alaba.


Der Mainzer Coach Sandro Schwarz nahm im Vergleich zur 2:0-Auswärtsniederlage bei Bayer Leverkusen vier Änderungen vor: Für Suat Serdar, Nigel de Jong, Daniel Brosinski und Robin Quaison standen Stefan Bell, Alexandru Maxim, Gerrit Holtmann und Levin Öztunali im Startaufgebot der Nullfünfer.


Bayerns technische Überlegenheit gegen Mainzer Leidenschaft


Mit dem Anpfiff der Partie nahm der Tabellenführer gleich das Heft des Handelns in die Hand, beeindrucken ließen sich die Hausherren davon aber nicht. Die Mainzer verteidigten stark, standen kompakt und legten viel Leidenschaft an den Tag. Der FC Bayern versuchte sich derweil durch die FSV-Hintermannschaft zu kombinieren, kam aber zunächst nicht gefährlich vors Tor von Keeper Robin Zentner – zwei Distanzschüsse von Corentin Tolisso, mehr war in der Anfangsviertelstunde für die Münchener nicht drin.


Rundum die 20. Spielminute setzten dann auch die Rheinhessen, die vermehrt auf Konter lauerten, ein erstes Ausrufezeichen, als sie einen Gegenangriff stark ausspielten, sich letztlich aber nicht belohnten, da Maxim den Ball aus halblinker Position rechts am Tor vorbei schlenzte.


Ribery und James schlagen vor der Pause zu


Den ersten Treffer der Partie gab es in der 33. Minute zu verzeichnen: Nach einer Bayern-Ecke wehrte Muto den Ball mit dem Kopf an die Strafraumkante ab, wo Ribery goldrichtig stand und die Kugel mit dem Außenrist volley ins rechte Eck bugsierte.


Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz dann den nächsten Dämpfer hinnehmen, denn nach einem starken Diagonalpass von Tolisso nahm der freistehende James die Kugel perfekt mit der Brust an und erhöhte mit einer tollen Direktabnahme aus rund sieben Metern auf 2:0 (44.).

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Starker Auftritt: Bayern-Star James jubelt nach seinem Treffer zum 2:0


Nach dem Pausentee zeichnete sich ein wilder zweiter Spielabschnitt an, denn auf beiden Seiten gab es gleich mehrere gute Möglichkeiten. Mit direkten und schnellen Ballstafetten kombinierten die Münchener die Hausherren phasenweise schwindelig, doch Wagner (48.) und James (52.) verpassten es, den Deckel vorzeitig draufzumachen.


Die Nullfünfer kamen folglich auch besser in die Partie hinein, konnten ihre guten Angriffe allerdings nicht mit einem Torerfolg krönen – auch weil Bayern-Keeper Sven Ullreich sehr aufmerksam war. So lenkte er beispielsweise einen strammen Schuss von Robin Quaison mit einem starken Reflex über den Querbalken (52.) und verhinderte das 1:2, als er noch gerade rechtzeitig vor Muto am Ball war. Im weiteren Verlauf gab es dann für beide Kontrahenten noch einmal dicke Chancen, die blieben jedoch alle ungenutzt.

Die Bayern gewinnen nach der Winterpause auch ihr viertes Bundesligaduell und bauen ihren Vorsprung auf Rang zwei auf 18 Zähler aus. Der FSV Mainz 05, der während der Rückrunde bislang erst drei Zähler einfahren konnte, liegt mit 20 Punkten - weil Bremen drei Zähler aus Gelsenkirchen entführen konnte - nun auf dem Relegationsplatz und muss sich vor dem Abstiegsgespenst fürchten.


Im Kampf um den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale müssen die Nullfünfer am kommenden Mittwochabend (18:30 Uhr) bei der Frankfurter Eintracht ran. Der FC Bayern gastiert 24 Stunden zuvor beim SC Paderborn.