Für 63,75 Millionen Euro verkaufte Borussia Dortmund Pierre-Emerick Aubameyang an Arsenal London. Nach der Bundesligapartie am Freitagabend gegen den 1. FC Köln (3:2) sprach Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei Eurosport über die Hintergründe des Transfers und weshalb er auch nach Aubameyangs Abgang den BVB als Bayern-Jäger Nummer eins sieht.

Lange Zeit hielten sie in Dortmund an ihm fest, nun spielt er in England für Arsenal London: Der Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang war eines der vorherrschenden Themen während der Winter-Transferperiode. Nachdem ein Wechsel des Gabuners im Sommer scheiterte, einigten sich die Verantwortlichen von Borussia Dortmund und dem FC Arsenal vor wenigen Tagen auf eine Ablösesumme von etwa 63,75 Millionen Euro. Laut Hans-Joachim Watzke sei dies die höchste Summe, die je ein Verein für Aubameyang geboten habe: "Es gab auch in den ganzen Jahren nie ein höheres Angebot", wird der 58-Jährige bei Sport Bild zitiert.

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Zudem nannte Watzke einen weiteren Grund für den Verkauf des exzentrischen Stürmers, der nicht nur mit den vergangenen Provokationen, sondern auch mit dessen Alter zusammenhängt: "Den wirst du nicht mehr verkauft kriegen. Maximal, wenn er selber Bock hat, irgendwann noch mal nach China." Pierre-Emerick Aubameyang ist 28 Jahre alt, wird im Sommer 29. Aufgrund der gewandelten Transferphilosophie der Vereine, die immer öfter auf junge Spieler setzen, habe man daher nun den bestmöglichen Zeitpunkt für einen Transfer gesehen.

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           Sieht seinen BVB noch immer als Bayern-Jäger: Hans-Joachim Watzke



​Dass der BVB nach den Abgängen von Ousmane Dembele, der im Sommer für 105 Millionen Euro zum FC Barcelona wechselte, und Aubameyang 
​nun als zweite Kraft in Deutschland abgelöst wird, glaubt Watzke allerdings nicht: "Nehmen Sie mal alle Erfolge von Borussia Dortmund des vergangenen Jahrzehnts und stellen sie dann die der anderen deutschen Klubs nach dem FC Bayern dagegen. Du wirst nicht Zweiter durch eine Tabelle nach dem 21. Spieltag, das musst du dir über fünf oder zehn Jahre erarbeiten." Watzke glaube, dass man in der Hinsicht noch einen großen Vorsprung auf die Konkurrenz habe: "Da müssen alle anderen noch eine Menge beisteuern, um von einer Wachablösung sprechen zu können."