COLOGNE, GERMANY - FEBRUARY 02:  Michy Batshuayi of Dortmund  celebrates scoring his second goal on his debut with teamates during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and Borussia Dortmund at RheinEnergieStadion on February 2, 2018 in Cologne, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Nach furiosem Sieg: 6 BVB-Erkenntnisse nach dem Befreiungsschlag gegen Köln

Am Freitagabend konnte sich Borussia Dortmund mit 3:2 knapp gegen den 1. FC Köln durchsetzen. Nach zuvor drei Punkteteilungen in Serie, konnten die Borussen endlich wieder einen Dreier einfahren. Bei dem Sieg wurden dabei sowohl Schwächen als auch Stärken der Schwarz-Gelben offensichtlich.

1. Batshuayi macht den BVB besser

Neuzugang Michy Batshuayi gelang bei dem Sieg gegen den Effzeh ein Einstand nach Maß. Zwei Tore und eine Torvorlage standen am Ende für den Belgier zu Buche. Dabei wurde klar, dass der 24-Jährige sehr gut in das System von Trainer Peter Stöger passen kann, da er im Gegensatz zu Pierre-Emerick Aubameyang auch mit dem Rücken zum Tor in der Lage ist, den Ball abzuschirmen und das Leder an seine Mitspieler weiterzuleiten. Vor dem Tor bringt der Mittelstürmer die Effektivität mit, die den Schwarz-Gelben zuletzt völlig abging.

2. Schürrle gehört auf die Außenbahn

Andre Schürrle kam beim BVB noch nie so richtig in Tritt. Unter Peter Stöger wurde der Linksaußen mehrmals im Sturmzentrum ausgetestet, konnte auf dieser Position aber nicht überzeugen. Gegen Köln durfte er wieder auf der Außenbahn ran und war sehr emsig. Seine gute Leistung krönte er mit dem Siegtreffer. Mit Batshuayi ist die Lösung für die Sturmspitze gefunden worden und somit sollte der deutsche Nationalspieler auch in Zukunft auf seiner angestammten Position auflaufen.

3. Abstimmung in der Mittelfeldzentrale noch ausbaufähig

In der Zentrale leisteten sich die Borussen auch im Spiel gegen den Effzeh viele Nachlässigkeiten. Insbesondere Mahmoud Dahoud und Julian Weigl spielen noch nicht das Niveau, dass sie eigentlich drauf haben. Durch unnötige Fehlpässe luden sie die Kölner immer wieder zu gefährlichen Gegenstößen ein.

4. Defensive noch immer wacklig

In der Defensive waren die Borussen auch gegen das Tabellenschlusslicht nicht immer Herr der Lage. In einigen Situationen stimmte die Abstimmung in der Viererkette nicht. Auch Roman Bürki strahlte keine Ruhe aus und patzte vor dem 1:1 der Kölner. Ömer Toprak zeigte sich jedoch stark verbessert und hatte insbesondere im Spielaufbau einige schöne Steilpässe zu bieten.

5. Noch immer nicht dominant genug

Zwischenzeitlich überließen die Borussen dem Effzeh die Kontrolle über das Spiel und verlagerten sich auf Konter. Dadurch bauten sie die Gastgeber nach der Führung von Michy Batshuayi wieder unnötig auf. Noch ist die Mannschaft von Peter Stöger nicht in der Lage, über 90 Minuten die Kontrolle zu behaupten. Der Sieg gegen den Effzeh war dennoch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

6. Moral und Einsatzbereitschaft stimmen

Die Schwarz-Gelben nahmen den Kampf an und hielten gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Effzeh gut dagegen. Am Ende stand der Sieg auf Messers Schneide und der Dreier ist auch in Sachen Moral ein großer Triumph für die angeknackste Psyche des Traditionsvereins.