Normalerweise dürfte es für einen von oben bis unten penibel durchorganisierten Verein wie RB Leipzig kein Problem sein, sich bei Ausfällen in den eigenen Reihen zu bedienen. Sollte man zumindest meinen. Die Realität sieht jedoch anders aus, wie Ralf Rangnick bestätigte. Der Sportdirektor steht dem eigenen Nachwuchs sehr kritisch gegenüber.


Die schwere Verletzung von Marcel Halstenberg brachte Ralf Rangnick zum Nachdenken. Da der Neu-Nationalspieler ​aufgrund eines Kreuzbandrisses mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen wird, wäre es notwendig gewesen, einen Spieler aus den Jugendmannschaften hochzuziehen. Daraus wurde jedoch nichts, weil die Nachwuchskicker der Leipziger aus Sicht des Trainers Ralph Hasenhüttls und des Sportdirektors nicht gut genug seien.

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Wer hat das Zeug dazu, den verletzten Halstenberg zu ersetzen?



Wie aus einem ​transfermarkt-Bericht hervorgeht, ging Rangnick vor dem Gastspiel in Mönchengladbach (Samstag, 18:30 Uhr) mit dem RB-Nachwuchs hart ins Gericht: "Natürlich würden wir uns beide wünschen, dass wir in so einer Notsituation, in die wir nicht planmäßig geraten sind, vielleicht ein oder zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nachschieben können."


"Die schlechteste U19 seit ich hier bin"


Das daraus nicht wurde, liegt an der Qualität der Jugendkicker. Daher kündigte Rangnick "in den nächsten Wochen und Monaten gravierende Veränderungen" an. Eigentlich war der Verein von der Idee überzeugt, durch die Abschaffung der U23 den U19-Spielern einen direkteren Weg in die Profi-Mannschaft zu ermöglichen.

Dieser Plan ging jedoch nicht auf, wie der Sportdirektor nun mit Entsetzen feststellen musste: "In Wahrheit müssen wir im Moment konstatieren, dass wir die schlechteste U19 haben in den letzten sechs Jahren seit ich hier bin." Ein vernichtendes Urteil!