Samuel Umtiti gehört auch in seiner zweiten Saison beim FC Barcelona zu einem der Leistungsträger in der Hintermannschaft der Katalanen. Damit der französische Nationalspieler auch in Zukunft das Trikot der 'Blaugrana' trägt, arbeiten die Verantwortlichen des derzeitigen Tabellenführers laut einem Bericht der spanischen Sport an einer Vertragsverlängerung des 24-Jährigen - wohl auch aufgrund der Ausstiegsklausel.

Dass die Preise für Fußballer immer exorbitantere Höhen erreichen, ist keine Seltenheit mehr. Ein Novum ist jedoch, dass mittlerweile auch für Abwehrspieler immer mehr Geld in die Hand genommen wird. Die besten Beispiele ereigneten sich im Winter-Transferfenster, als unter anderem Virgil van Dijk für die stolze Summe von 84,5 Millionen Euro vom FC Southampton zum FC Liverpool, und Aymeric Laporte für 65 Millionen Euro von Athletic Bilbao zu Manchester City wechselte.

Doch besonders in Spanien erweisen sich Transfers oftmals als schwierig, da aufgrund der Regularien des spanischen Arbeitsrechts dem Arbeitnehmer - und damit auch einem Fußballspieler - die Option gewährleistet werden muss, zu jeder Zeit aus dem Arbeitsverhältnis austreten zu können. Das bedeutet, dass jeder Fußballer, der bei einem spanischen Verein unter Vertrag steht, eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag verankert hat. Zwar sind jene Klauseln meist hoch angesetzt, um mögliche Abnehmer abzuschrecken, doch spätestens der Transfer von Neymar zu Paris St. Germain hat aufgezeigt, dass heutzutage wohl fast alle Preise bezahlbar sind.

Wie bereits im Juli berichtet wurde, liegt die Ausstiegsklausel für Samuel Umtiti bei 60 Millionen Euro. Wie die spanische Zeitung Sport berichtet, wollen die Verantwortlichen des FC Barcelona daher mithilfe einer Vertragsverlängerung die festgeschriebene Ablösesumme für Umtiti erhöhen - um damit zu verhindern, dass ihnen erneut ein wichtiger Spieler abgenommen wird, ohne dass sie dagegen vorgehen können.

Barcelona v Espanyol - Spanish Copa del Rey

Weiß zu überzeugen: In Barcelona gehört Samuel Umtiti zu einem der wichtigsten Spieler

​Denn Umtiti gehört in Barcelona zu den Leistungsträgern, auch unter Ernesto Valverde. Für 25 Millionen Euro verpflichtete man den mittlerweile 24-jährigen Innenverteidiger im Sommer 2016 von Olympique Lyon, der bereits in seinem ersten Jahr unter Luis Enrique zu den Stammspielern gehörte und wettbewerbsübergreifend 43 Pflichtspiele absolvierte. Speziell seit Dezember 2016 ist Umtiti gesetzt und verpasste seitdem nur 13 Spiele in der Liga. ​Nach seiner Muskelverletzung gegen Ende des Jahres ist Umtiti mittlerweile wieder fit und stand in den vergangenen Tagen, in denen 'Barca' sowohl zwei Spiele in der Primera Division als auch in der Copa del Rey absolvierte, in allen Partien auf dem Feld.

​Zwar läuft der Vertrag des französischen Nationalspielers bis 2021, doch besonders im Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft in Russland soll das Arbeitspapier bis 2023 ausgedehnt werden. Neben einer Anhebung des Gehalts soll auch die Ausstiegsklausel deutlich erhöht werden. Dem Bericht zufolge steht eine Summe von über 200 Millionen Euro im Raum, um den Spieler langfristig halten zu können.

​Wie weiter berichtet wird, haben bereits erste Gespräche zwischen den Parteien stattgefunden. Umtiti selbst fühle sich in Barcelona wohl und sei durchaus bereit, seinen Vertrag frühzeitig zu verlängern. Eine Vertragsverlängerung dürfte in jedem Fall eine positive Nachricht für die Verantwortlichen von 'Barca' zu sein, ehe nach dem Neymar-Schock im vergangenen Sommer ein weiterer Leistungsträger aufgrund der Ausstiegsklausel den Verein verlässt.