Die Rückkehr von Bayer "Vizekusen" unken einige schon wieder. Was zu Zeiten von Klaus Toppmöller noch despektierlich gemeint war, ist heute Ausdruck des sportlichen Höhenflugs der 'Werkself'. Am Samstag will Bayer in Freiburg Rang zwei verteidigen. Der angeschlagene Sven Bender dürfte mit von der Partie sein. Julian Baumgartlinger liegt dagegen flach.


​Die 1:3-Niederlage gegen Rekordmeister Bayern konnte die 'Werkself' nicht aus der Bahn werfen. Mit zwei starken Leistungen und sechs Punkten im Anschluss liegt Bayer Leverkusen auf Rang zwei weiter voll auf Kurs 'Rückkehr nach Europa'. So wie sich das Team von Trainer Heiko Herrlich in den letzten Wochen und Monaten präsentiert, ist auch ein Platz unter den Top drei und damit die direkte Champions-League-Qualifikation machbar.


Neben der Arbeit des neuen Trainers, der im Sommer von Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg unter das Bayer-Kreuz wechselte, sind auch die Bender-Zwillinge ein großer Erfolgs-Faktor in der laufenden Spielzeit. Wiedervereint führen die beiden das Team an, sind echte Leader und vor allem: stehen regelmäßig auf dem Platz. Sven und Lars waren in der Vergangenheit von vielen Verletzungen geplagt.  


Bayer-Kapitiän Lars hat mit 15 Liga-Einsätzen jetzt schon sechs Spiele mehr als vergangene Saison auf dem Konto, Bruder Sven verpasste gar nur zwei Spiele seit seiner Ankunft im Sommer vom BVB. Am Samstag geht es für die beiden mit der 'Werkself' zur "Mannschaft der Stunde" in den Breisgau. Der SC Freiburg ist seit acht Bundesliga-Partien ungeschlagen und konnte sich dabei auf Rang zwölf bis auf sieben Punkte vom Relegationsrang absetzten.


Bei der schweren Aufgabe im Schwarzwald wird ​Herrlich auf seine beiden Team-Leader setzten können, auch wenn Sven am Donnerstag pausieren musste. "Er konnte gestern nicht am Training teilnehmen, er hatte Probleme mit einer alten Blessur", berichtete der Bayer-Coach auf der Pressekonferenz am Freitag. "Für heute hat er sich aber wieder fit gemeldet. Es sieht zwar schon besser aus, ob er mit nach Freiburg fährt, steht noch nicht zu 100 Prozent fest", meinte Herrlich.

Definitiv ausfallen wird Julian Baumgartlinger. Der Österreicher musste gegen Mainz schon nach knapp einer halben Stunde verletzt raus. Das sei aber nicht der Grund für seinen Ausfall für die Freiburg-Partie. "Julian Baumgartlinger wäre nach seinem Schlag auf den Fuß wahrscheinlich wieder rechtzeitig fit geworden. Seine Entwicklung war gut - gestern hat ihn aber eine Grippe lahmgelegt. Damit er keinen ansteckt, bleibt er zu Hause", so Herrlich.

Erstmals im neuen Jahr zum Aufgebot gehören könnten dagegen Joel Pohjanpalo oder Routinier Stefan Kießling. Bei beiden sei die Chance nach dem Abgang von Admir Mehmedi zum VfL Wolfsburg größer geworden, versicherte Herrlich. Pohjanpalo hatte gehofft, bis zum Sommer bei einem anderen Klub Spielpraxis sammeln zu können. Ein Wechsel ist jedoch nicht zustande gekommen.