Teuerster Einkauf der Geschichte, alles überragende Statistik und dennoch: die Spekulationen um einen baldigen Abschied von Superstar Neymar aus Paris reißen nicht ab. Gegenüber dem Klub-TV beteuert der Brasilianer nun, dass sein Abenteuer gerade erst begonnen hat und er PSG voranbringen wolle


"Mein Abenteuer hier hat gerade erst begonnen“, sagt Superstar Neymar. Der Brasilianer war im Sommer für die Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt. Überragende 26 Tore und 16 Vorlagen legte der 25-Jährige in nur 25 Pflichtspielen im PSG-Trikot bislang auf - auf den ersten Blick läuft alles perfekt.


Eitel Sonnenschein herrscht aber längst nicht seit seiner Ankunft an der Seine. Zoff mit Teamkollege Edison Cavani, Ärger um den Verkauf von Kumpel Lucas Moura und ständige Wechselgerüchte begleiten Neymar. Angeblich habe Real Madrid mit ihm und PSG eine mündlich fixierte Ausstiegsklausel vereinbart. ​Sollte Neymar mit Paris die Champions League gewinnen, dürfe er nach Madrid weiterziehen, hieß es zuletzt. 


Mit einem Interview beim klubeigenen TV-Sender sollen die Spekulationen endlich abreißen. Für die Inszenierung des Superstars legte sich PSG TV dabei mächtig ins Zeug. Der gab auch artig zu Protokoll, wie glücklich er sei und dass er der Mannschaft helfen wolle, "jeden Tag besser zu werden und Großes zu erreichen".

"In die Geschichte eines Vereins einzugehen, ist sehr wichtig für einen Spieler. Ich bin hier, um das zu schaffen und PSG voranzubringen", versicherte Neymar. Liefert er weiter solche Zahlen ab, dürfte ihm ein Platz in den Geschichtsbüchern des Klubs sicher sein. Ob er es in die Herzen der Anhänger schafft, bleibt fraglich. Als Kollege Cavani vor gut zwei Wochen zum Rekordschützen des Vereins werden konnte, nahm ihm Neymar den Ball ab, um einen Strafstoß höchstselbst zu verwandeln - zum 8:0. ​Die PSG-Fans straften ihn mit Pfiffen ab. Es war nur ein weiteres Kapitel im schwierigen Binnenverhältnis von Neymar mit seinem neuen Klub.


Und auch die deutlichen Worte zum Wechsel von Lucas zeigen, dass die Verbindung zwischen Neymar und PSG eher einer Zweckehe denn Liebesheirat gleicht. "Ich denke, das ist sehr unfair. Er hätte hier viel öfter eingesetzt werden können, aber ich bin nicht der Klubchef. Wenn es nach mir geht, hätte er Paris nie verlassen sollen“, kritisierte er in einer Medienrunde die Vereinsführung. 


Sein Landsmann war am Deadline Day nach fünf Jahren in Paris für knapp 30 Millionen Euro zu den Tottenham Hotspur verkauft worden.