HANOVER, GERMANY - JANUARY 28:  Martin Schmidt, head coach of Wolfsburg looks on during the Bundesliga match between Hannover 96 and VfL Wolfsburg at HDI-Arena on January 28, 2018 in Hanover, Germany.  (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

VfL Wolfsburg: Die voraussichtliche Aufstellung gegen den VfB Stuttgart

Am 21. Spieltag trifft der VfL Wolfsburg im Kellerduell auf den VfB Stuttgart. Die Mannschaft von Martin Schmidt rangiert aktuell mit 23 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz und liegt somit drei Zähler vor den Schwaben, die unmittelbar hinter dem VfL den 14. Platz belegen. Aufgrund der Entlassung von Hannes Wolf und der Vorstellung des neuen Trainers, Tayfun Korkut, dürfte man sich in Wolfsburg allerdings schwer damit tun, eine taktische Analyse des Gegners vorzunehmen. 


Nach dem 1:0-Erfolg über Hannover 96 am vergangenen Spieltag dürfte man in Wolfsburg jedoch zuversichtlich an die kommende Aufgabe herantreten und das Personal kaum verändern. Im Folgenden präsentieren wir daher eine Variante, wie der VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfB auftreten könnte.

1. Torwart: Koen Casteels

Beim Auswärtserfolg in Hannover wahrte Koen Casteels zum insgesamt fünften Mal in dieser Spielzeit die weiße Weste und hat die Marke von acht Spielen ohne Gegentor, die er in der vergangenen Saison erreichte, fest im Blick. Generell können Casteels und seine Vordermänner seit einiger Zeit eine Leistungssteigerung vorweisen: Seit dem 14. Spieltag spielten die 'Wölfe' vier Mal zu Null und kassierten in den anderen Partien insgesamt fünf Gegentore. Im Duell gegen Ex-Stürmer Mario Gomez wird der 25-Jährige, der nicht mehr aus dem Tor der Wolfsburger wegzudenken ist, darum bemüht sein, zum zweiten Mal in Folge kein Gegentor hinnehmen zu müssen.

2. Abwehr: Paul Verhaegh

Zwar steht für den VfL die erste englische Woche der Rückrunde an, doch Martin Schmidt dürfte keinen Grund dafür haben, zum Auftakt zu viel zu rotieren - weswegen aller Voraussicht nach auch Paul Verhaegh wieder in der Startaufstellung stehen wird. Der 34-jährige Routinier kam in dieser Saison 19 Mal zum Einsatz und verpasste dabei nur ein einziges Mal den Sprung in die Anfangsformation. Seit dem Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund führt er die Mannschaft als Kapitän aufs Feld, was seinen Stellenwert innerhalb des Vereins noch einmal erhöhen dürfte. Dass Schmidt auf Verhaegh verzichtet, ist daher unwahrscheinlich.

3. Abwehr: Robin Knoche

Nicht ganz so rund läuft es für Robin Knoche. Der 25-Jährige ist in dieser Saison außen vor und muss sich meist hinter Felix Uduokhai anstellen, der von Trainer Martin Schmidt bevorzugt wird. Allein seit Dezember sammelte das Eigengewächs lediglich zwei Einsätze in der Bundesliga, darf aktuell jedoch auf ein paar Einsätze hoffen, da Uduokhai aufgrund einer Kniereizung ausfällt und an seinem Comeback arbeitet. Bis dahin hat Knoche die Gelegenheit, sich noch einmal unter Beweis zu stellen und für weitere Aufgaben zu empfehlen.

4. Abwehr: Jeffrey Bruma

Jeffrey Bruma ist wieder fit. Der 26-jährige Niederländer fehlte dem VfL Wolfsburg in den vergangenen Monaten aufgrund einer schwerwiegenden Verletzung am Knie und gab am 17. Spieltag nach gut neun Monaten sein Comeback gegen den 1. FC Köln. Gegen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt war der 25-fache Nationalspieler zwar wieder außen vor, doch in Hannover durfte Bruma erneut über 90 Minuten ran. Sollte Marcel Tisserand erneut anstelle von William als linker Verteidiger agieren, dürfte Bruma zum zweiten Mal in Folge in der Startaufstellung der 'Wölfe' stehen.

5. Abwehr: Marcel Tisserand

Marcel Tisserand ist ein Allrounder in der Wolfsburger Defensive. Der 25-jährige Kongolese wird von Schmidt dort aufgestellt, wo er benötigt wird und kommt daher zumeist als Innenverteidiger oder linker Verteidiger zum Einsatz. Sollte Schmidt erneut auf William verzichten, wäre Tisserand die erste Wahl auf der linken Abwehrseite. Dort erzielte er am vergangenen Spieltag mit dem Assist zum 1:0-Siegtreffer seinen ersten Scorer-Punkt der Saison. 

6. Mittelfeld: Maximilian Arnold

Maximilian Arnold ist im defensiven Mittelfeld gesetzt. Das 23-jährige Eigengewächs absolvierte bereits 179 Pflichtspiele für den VfL und gehört auch im neuen Jahr wieder zum Stammpersonal von Schmidt. Bislang verpasste Arnold lediglich drei Bundesligaspiele und dürfte, da er fit ist, auch gegen Stuttgart wieder von Anfang an auflaufen.

7. Mittelfeld: Joshua Guilavogui

Joshua Guilavogui ist ebenfalls einer der wenigen Unverzichtbaren in der Mannschaft des VfL Wolfsburg. Der 27-Jährige verpasste das vergangene Spiel in Hannover, wird aber aller Voraussicht nach gegen Stuttgart wieder auf dem Platz stehen und sein Comeback geben. Aktuell steht Guilavogui bei vier gelben Karten und wird darauf bedacht sein, nicht allzu aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen, um eine Sperre zu vermeiden.

8. Offensives Mittelfeld: Renato Steffen

Im Januar zahlte der VfL Wolfsburg rund 1,75 Millionen Euro für Renato Steffen. Der 1,70 Meter große Flügelspieler kam mit sofortiger Wirkung zum FC Basel und soll auf den beiden Außenbahnen noch einmal für Variabilität sorgen. Gegen Hannover erhielt der 26-jährige Schweizer den Vorzug vor Josip Brekalo und darf sich berechtigte Hoffnungen darauf machen, auch gegen den VfB Stuttgart erneut wieder von Anfang an auf dem Platz zu stehen.

9. Offensives Mittelfeld: Daniel Didavi

Das kommende Duell mit dem VfB Stuttgart wird für Daniel Didavi ein ganz besonderes Spiel. Der 27-Jährige durchlief sämtliche Mannschaften in der Nachwuchsabteilung der Schwaben und schaffte nach einem Leihgeschäft mit dem 1. FC Nürnberg seinen endgültigen Durchbruch in der Bundesliga. Nach 70 Spielen für die Profis wechselte Didavi jedoch im Sommer 2016 ablösefrei zum VfL Wolfsburg und trifft zum zweiten Mal in dieser Saison auf seinen Ex-Klub. Auch gegen Stuttgart gehört Didavi zu den Schlüsselspielern in der Mannschaft des VfL, da er mit fünf Toren und sechs Vorlagen in 19 Einsätzen der Top-Scorer in der Mannschaft von Martin Schmidt ist.

10. Offensives Mittelfeld: Yunus Malli

Yunus Malli gehört in dieser Saison ebenfalls überwiegend zum Kreis der Stammspieler. Der 25-jährige Offensivkünstler kam ebenfalls in 19 der bisherigen 20 Bundesligaspiele zum Einsatz und konnte mit fünf Toren und einer Vorlage seinen Stellenwert unter Beweis stellen. Gegen Hannover 96 gelang Malli sein erstes Tor nach knapp zwei Monaten, weshalb er darauf hoffen wird, in den kommenden Wochen wieder öfter erfolgreich zu sein.

11. Angriff: Divock Origi

Gegen Hannover 96 musste Divock Origi aufgrund einer Grippe pausieren, doch für das Spiel gegen den VfB Stuttgart scheint die Leihgabe des FC Liverpool wieder fit zu sein. Seit Mitte November ist der Belgier in der Bundesliga torlos und hat nach der Verpflichtung von Admir Mehmedi möglicherweise neue Konkurrenz im Kampf um den Platz in der Sturmspitze erhalten. Trotz der Torflaute setzt Martin Schmidt weiterhin auf Origi, der darauf hoffen wird, schnellstmöglich wieder ein paar Tore erzielen zu können, um seine Chancen für eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft im Sommer zu wahren.