Nachdem man im vergangenen Wintertransferfenster den Abgang von Mario Gomez verkraften musste, hat Liverpool-Leihgabe Divock Origi seinen Platz im Sturmzentrum des VfL Wolfsburg praktisch sicher. Das Problem jedoch: Der junge Belgier konnte seit Anfang November keinen Treffer mehr verbuchen – Chefcoach Martin Schmidt verteidigte seinen Schützling jetzt.


23 Tore in 20 Partien sind definitiv zu wenig für den VfL Wolfsburg. Zurecht stehen die Niedersachsen im unteren Tabellendrittel, mit Yunus Malli und Daniel Didavi liegen zudem zwei Mittelfeldspieler in der Top-Torschützenliste der ‘Wölfe‘ vor Stürmer Divock Origi, der nach dem Gomez-Abgang ordentlich unter Zugzwang steht.


Denn noch vor einem Jahr rettete der 71-fache deutsche Nationalspieler den VfL mit seinen Toren vor dem Abstieg in die zweite Liga, Origi ist sein Nachfolger und auf dessen Schultern lastet aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation ordentlich Druck – mit lediglich 23 Zählern belegen die Niedersachsen den 13. Platz und sind damit nur sechs Punkte von den Abstiegsrängen entfernt.

Ferner dürften die Leistungen Origis in den vergangenen Bundesligaspielen nicht auf viel Zuspruch gestoßen sein, denn anstatt für Torgefahr zu sorgen, fiel der Belgier eher mit seinem Eigensinn auf. Eigentlich ein Problem, doch nicht für Trainer Martin Schmidt, der seinen Angreifer nun in Schutz nahm. „In den vergangenen vier, fünf Spielen haben wir uns nicht mit vielen Toren und Chancen hervorgetan. Darunter leidet der Stürmer am meisten.“


Schmidt weiter: „Ein Stürmer, der lange nicht trifft, der will diesen Umstand ändern. Ein Stürmer lebt von Toren.“ Davon hat der 22-Jährige bislang vier erzielt, Nummer fünf wollte aber einfach noch nicht fallen. „Das finde ich nicht schlecht“, erklärt Schmidt, „ich will ehrgeizige Stürmer. Er war nicht fahrlässig eigensinnig, er sucht den Abschluss.“

1. FSV Mainz 05 v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Acht-Millionen-Mann Mehmedi soll den VfL-Sturm beleben


Die nächste Chance für die Liverpool-Leihgabe gibt es übrigens am kommenden Samstag (15:30 Uhr), wenn man den VfB Stuttgart empfängt. Ob Origi dann erneut beginnen darf oder gar Admir Mehmedi, der am Deadline Day für rund acht Millionen Euro in die Autostadt wechselte, in der Startelf stehen wird, bleibt derweil abzuwarten.