Die Gegner von Manchester City begegnen dem souveränen Premier-League-Spitzenreiter mit zunehmender Härte. Nach dem üblen Foul an Leroy Sané im FA-Cup wurden die 'Sky Blues' auch gegen West Brom teils rüde von den Beinen geholt. Pep Guardiola resignierte im Anschluss, Kevin De Bruyne forderte die Schiedsrichter auf,  "anzufangen uns zu schützen".


Es war die Szene, die Pep Guardiola zur Weißglut brachte: ​Im FA-Cup wurde Nationalspieler Leroy Sané letzte Woche ​von Joe Bennett rüde von den Beinen geholt. Der Cardiff-Verteidiger bekam dafür nur die Gelbe Karte - Sané verletzte sich dabei am Sprunggelenk und fällt nun mehrere Wochen aus. 

Cardiff City v Manchester City - The Emirates FA Cup Fourth Round

Cardiffs Joe Bennett (l.) wusste sich gegen Leroy Sané (r.) nur mit einem Tackling zu helfen, kam jedoch zu spät und verletzte den Nationalspieler am Knöchel



"Ich will so etwas nicht sehen. Die Spieler sind die Künstler, wir müssen sie schützen", meinte Guardiola nach der Partie. "Es passiert einmal, dann nochmal. Die Unparteiischen müssen die Spieler schützen. Nicht meine Spieler, sondern alle Spieler. Dafür sind die Schiedsrichter da", legte der Coach der 'Sky Blues' nach.


Beim dominanten ​3:0-Liga-Sieg von Manchester City gegen West Bromwich Albion am Mittwoch folgten ähnlich harte Attacken auf die City-Spieler. ​Per Blutgrätsche wurde Brahim Diaz zu Fall gebracht - West Broms Außenstürmer Matthew Philips sah wieder nur Gelb. Und auch das harte Einsteigen von James McClean gegen Kevin de Bruyne wurde nicht mit einem Platzverweis bestraft. Guardiola reagierte danach fast schon resignierend. "Sie haben ihre Meinung, ich habe eben eine andere“, so der Katalane, der sich während der Partie lautstark beim vierten Offiziellen beschwerte.

Es sei nicht nötig das zu wiederholen, was er schon nach dem Cardiff-Spiel gesagt habe, meinte Guardiola hinterher. Sein Star-Spieler De Bruyne sah das etwas anders und sprang seinem Trainer zu Seite. "Wir hoffen, dass die Schiedsrichter bald anfangen uns zu schützen. Die Art und Weise wie andere Teams uns angreifen ist nicht Teil des Spiels, es ist kein Fair Play", beschwerte sich der Ex-Bundesliga-Spieler.

Der Schiedsrichter habe ihm auf dem Platz erklärt, warum er beim Foul an ihm keine Rote Karte gezückt hatte: "Er sagte, ich wurde nicht klar genug getroffen. Ich antwortete ihm: 'Ich habe ihn gesehen und bin hochgesprungen'. Lasst uns einfach sagen, der Ball war nicht in der Nähe", wurde De Bruyne vom Guardian zitiert.


Auf die Frage, ob viele Mannschaften aufgrund der Dominanz des englischen Spitzenreiters frustriert sind, antwortete De Bruyne, er wisse nicht, was sie denken. "Man kann auch am Trikot ziehen, das ist viel effektiver als eine Grätsche", meinte der belgische Nationalspieler. Vielmehr sei es für die 'Sky Blues' frustrierend, dass "viele Teams gegen uns sehr oft Foul spielen. Wenn wir dann ein Foul machen, bekommen wir sofort die Gelbe Karte. Ich weiß manchmal nicht, wie das möglich ist".