Meisterschaft schon im Januar futsch, peinliches Aus im Pokal - angesichts der aktuellen Situation blieb man bei Real Madrid erstaunlich ruhig. Die 'Königlichen' verzichteten auf Winter-Transfers. Und das, obwohl den Madrilenen sage und schreibe 40 Spieler angeboten worden sein sollen.


​In der spanischen Liga steht Real Madrid auf Rang vier bereits 17 Punkte hinter Spitzenreiter FC Barcelona. Die Titelverteidigung in La Liga können die 'Königlichen' schon so gut wie abhaken. Im Pokal setzte es das peinliche Aus gegen Mittelklasse-Klub CD Leganes im Viertelfinale.


Statt dem erhofften Tripple kann sich das Team von Trainer Zinedine Zidane voll und ganz auf die ​Mission Titel-Hattrick in der Champions League konzentrieren. Dort wartet mit Paris Saint-Germain im Achtelfinale aber schon ein ganz dicker Brocken. In Madrid hat man sich dennoch dazu entschlossen, im Winter keine Transfers zu tätigen. So bleiben die Sommer-Neuzugänge Dani Ceballos und Theo Hernández die Königs-Transfers der Saison. Die beiden Youngster sind aber wohl mehr Investition in die Zukunft denn Soforthilfe.


Die könnte Real vor allem im Angriff gebrauchen. Nach dem Abgang von Alvaro Morata ist ​Karim Benzema der einzige Mittelstürmer im Kader von internationalem Format. Das sieht auch Ex-Torwart und Weltmeister Bodo Illgner so. "Eine liegen gelassene Chance, Frische ins Team zu bringen und Benzema unter Druck zu setzen“, twitterte der 50-Jährige.

Spekulationen gab es seit Längerem über die Verpflichtung von Inter-Kapitän Mauro Icardi. Der argentinische Nationalspieler konnte in 22 Serie-A-Spielen 18 Treffer erzielen und gilt auch als möglicher Nachfolger-Kandidat von Robert Lewandowski bei den Bayern. 


Namen wie Edinson Cavani von Champions-League-Gegner PSG und Mohammed Salah vom FC Liverpool geisterten ebenfalls durch die Medien. Insgesamt sollen die 'Königlichen' sage und schreibe 40 Spieler in dieser Transferperiode abgelehnt haben. Wie die vereinsnahe Tageszeitung Marca berichtete, seien die vielen Angebote auf das Scouting der Madrilenen zurückzuführen oder aber von Beratern und Journalisten bewusst lanciert worden, um ihre Klienten bzw. befreundeten Spieler ins Gespräch zu bringen.

In Madrid blieb man seinem Vorsatz jedoch treu und verpflichtete keinen neuen Spieler. Erst im Sommer wird es dann wohl die erwartete Transferoffensive geben. Ein neuer Stürmer dürfte ganz oben auf der Liste stehen.