Seit Juli vergangenen Jahres spielt Luka Jovic für Eintracht Frankfurt. Der 20-jährige Angreifer verbrachte die meiste Zeit als Backup für Ante Rebic und Sebastien Haller auf der Bank und sammelte in 13 Einsätzen lediglich 377 Einsatzminuten. Mittlerweile kommt die Leihgabe von Benfica Lissabon jedoch besser in Fahrt und macht sich berechtigte Hoffnungen darauf, auch im kommenden Spiel gegen den FC Augsburg wieder auf dem Platz zu stehen.

Der Kader, den Fredi Bobic und Niko Kovac gemeinsam mit Bruno Hübner bei Eintracht Frankfurt zusammengestellt haben, ist ein bunter Mix aus jungen und erfahrenen Spielern aus dem nationalen sowie internationalen Raum. Eines der vielen Talente aus dem Balkan ist Luka Jovic, der in Bijeljina, Bosnien-Herzegowina geboren wurde, allerdings für die serbische U21 Nationalmannschaft aufläuft. Vor gut zwei Jahren wechselte er zur zweiten Mannschaft von Benfica Lissabon und wurde von den Portugiesen im vergangenen Sommer bis 2019 an Eintracht Frankfurt ausgeliehen.

Die Umstellung vor wenigen Monaten sei groß gewesen, wie er im Interview mit eintracht.de offenbarte. "Vor allem was das Training angeht. Hier wird härter trainiert, viel härter", so Jovic über seinen ersten Eindruck von der Eintracht. 


Allerdings habe er sich frühzeitig bei Mannschaftskollege Mijat Gacinovic erkundigt, den er aus der Nationalmannschaft kennt: "Damals, als mein Wechsel zur Eintracht konkret wurde, habe ich Mijat Gacinovic angerufen und mit ihm darüber gesprochen. Ich habe ihn gefragt, wie es um die Intensität aussieht. Dementsprechend wusste ich, was mich erwartet."  

FBL-GER-BUNDESLIGA-SCHALKE-FRANKFURT

 Stand Luka Jovic (l.) von Anfang an zur Seite: Mannschaftskollege Mijat Gacinovic (r.)



Vor allem vom Training unter Niko Kovac schwärmt Jovic: "Von dem Training, vom Coach und von der ganzen Umgebung hat meine Entwicklung unheimlich profitiert. Gerade im physischen Bereich habe ich Fortschritte gemacht. Wohlwissend, dass ich in einigen Bereichen noch Luft nach oben habe." 


"Insgesamt", resümiert er, "kann ich nur sagen, dass ich mich total wohlfühle." Dabei lief es zu Beginn der Saison nicht allzu rund für den 20-Jährigen. Nach Ablauf des zehnten Spieltages stand Jovic gerade einmal 51 Minuten auf dem Platz, an Rebic und Haller führte schlichtweg kein Weg vorbei.

Eintracht Frankfurt v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

                   Zuletzt treffsicher: In zehn Einsätzen erzielte Jovic vier Tore


Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: Seit November kam er lediglich zwei Mal nicht zum Einsatz, feierte gegen den Hamburger SV am 16. Spieltag sogar sein Startelfdebüt. An Aufgeben war für den Serben nie zu denken: "Ich habe immer an meine Qualitäten geglaubt. Ich wusste, dass ich meine Chance bekomme, wenn ich hart genug dafür arbeite. Aber man braucht eben immer auch ein wenig Glück, danach kommt dann alles andere von selbst." 


Dabei erinnerte er vor allem an den vergangenen Spieltag, als man Borussia Mönchengladbach mit 2:0 bezwingen konnte - und Jovic seinen dritten Treffer in Folge erzielte: "Das Tor zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach war zum Beispiel eines der schönsten, das ich in der Vergangenheit erzielt habe. Das war ein super Gefühl. Ich bin froh, dass es derzeit so gut läuft, wie es läuft."

​Erneuter Einsatz gegen Augsburg?

​Nach dem 
​Lob von Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng hofft Jovic auch auf einen Einsatz gegen den FC Augsburg. Gegen die Mannschaft von Manuel Baum setzte es in der Hinrunde eine 1:2-Niederlage, die in den Augen des Stürmers hätte vermieden werden können: "Im Hinrundenspiel hat das Glück entschieden. Augsburg hatte nur wenige Chancen, die sie aber eiskalt genutzt haben." Dennoch warnte er vor dem kommenden Gegner, wenngleich er sich optimistisch zeigte: "Am Sonntag wird auch wieder derjenige siegreich sein, der seine Möglichkeiten konsequent verwertet. Und ich denke, dass wir gute Karten haben."

​Ob er jedoch zum Einsatz kommen wird, ist aufgrund der Breite des Kaders offen, doch Jovic will sich seinen Platz im Kader weiter hart erarbeiten: "
Ich will mich in den nächsten Einheiten weiter beweisen, um mich dem Trainer wieder anzubieten." Aktuell sei er "ein bisschen müde, weil wir in den vergangenen zwei Tagen viel und hart trainiert haben", doch es bleibe "noch genug Zeit, um sich intensiv vorzubereiten, auszuruhen und dann in Augsburg wieder anzugreifen." 

Vielleicht erzielt Luka Jovic dann sein viertes Tor nacheinander - es wäre sein fünftes Saisontor. Für seine bisherigen Treffer benötigte er im Schnitt nur 67 Minuten. Sollte er weiterhin sich weiterhin so effizient zeigen, dürfte Jovic in Zukunft öfters in der Startelf von Eintracht Frankfurt zu finden sein.